Pilgerweg durch die Innenstadt

Im Glanz der Lichterprozession ist Dieburgs Innenstadt am Samstagabend erstrahlt. Hunderte Teilnehmer zogen durch die Straßen.

Die Lichterprozession ist traditionell der Auftakt zu den Dieburger Wallfahrtstagen rund um das Fest Mariä Geburt. VON PETER PANKNIN

Dieburg – Am Samstagabend ist Dieburgs Innenstadt im Glanz der Lichterprozession erstrahlt. Tausende von Kerzen säumten die Mäuerchen rund um die Gnadenkapelle und die Wegbegrenzungen innerhalb des Geländes. Der Außenaltar erstrahlte ebenfalls in hellem Licht, diesmal aber von Scheinwerfern gestiftet. Dicht an dicht saßen Gläubige auf Bänken unter den Bäumen und entlang der Mauern, um den Festgottesdienst mitzuerleben. Musikalisch umrahmt vom Kirchenchor und dem Gesang der versammelten Gemeinde hielt als Gast Stadtpfarrer Thomas Catta aus Bensheim die Predigt.

Nach dem festlichen Gottesdienst machten sich alle, wie bereits seit mehreren hundert Jahren, vom Wallfahrtsplatz auf den Pilgerweg durch die Innenstadt. Zahlreiche Häuser entlang der für Kraftfahrzeuge gesperrten Strecke waren ebenfalls mit Kerzen und Fähnchen geschmückt. Fahnen wurden vorweggetragen, darunter auch die der Gemeinde Kirchzell. Sowohl Gebete als auch Gesänge wurden über in der Stadt verteilt aufgehängte Lautsprecher übertragen, sodass niemandem entgehen konnte, dass die Pilgerwoche in Dieburg begonnen hat.

Die Lichterprozession ist Auftakt zu den Feierlichkeiten, die in Dieburg alljährlich um das Fest Mariä Geburt abgehalten werden, und weit über die Stadtgrenzen bekannt. Viele Helfer sind bei der Vorbereitung und während der Prozession im Einsatz, damit die Pilger ausreichend Kerzen und Fackeln zur Verfügung haben. An Verpflegung auf dem Wallfahrtsplatz fehlt es ebenso wenig wie an Informationen, die bereitwillig auf Nachfrage gegeben werden. Für Straßensperrungen, um den Zugweg für die Pilger freizuhalten, sorgen Mitarbeiter des Ordnungsamtes, die Polizei führt die Schar mit einem Streifenwagen an. Rettungsdienste mit ehrenamtlichen Helfern stehen dezent geparkt bereit.

Die Lichterprozession am Samstag verlief ohne Störungen. Nur ab- und zu stockte der Zug, wenn es um enge Kurven ging oder besonders schön geschmückte Stellen betrachtet wurden. Wie die Freitreppe und der Platz vor der Stadtkirche, denn die Bildnisse aus leuchtenden Kerzen zogen vor allem Kinder in ihren Bann.

Infos

Am morgigen Dienstag wird es um 14.30 Uhr einen Wallfahrtsgottesdienst für Senioren geben, gehalten vom stellvertretenden Dekan, Pfarrer Bernhard Schüpke aus Münster. Am nächsten Sonntag, 15. September, erfahren die Feierlichkeiten um 8 Uhr ihre Fortsetzung mit einer Eucharistiefeier mit Pilgern aus Eppertshausen, die mit dem Besuch traditionell ein Gelöbnis aus dem Jahr 1944 einlösen. Um 10 Uhr findet an diesem Tag dann ein Festgottesdienst zum Priesterjubiläum von Monsignore Richard Neumann statt.

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