Entscheidung über „Traffic Jam“ 2013 fällt im Herbst

Platz wieder sauber – Zukunft weiter offen

Am Freitag und Samstag herrschte auf dem „Traffic Jam“ noch Festival-Vergnügen pur (das Foto zeigt den Gitarristen der Aschaffenburger Band Elderstream). Das änderte sich mit der Sintflut am Sonntagmorgen. Die Zukunft des Festivals entscheidet sich im Herbst.   J Foto: Dörr

dieburg - Normalerweise ist das Team des Dieburger „Traffic Jam“-Festivals am Wochenende nach dem Trubel mit dem Abbau fertig. Von Jens Dörr

Diesmal nicht: Weil die Mitglieder des Veranstaltervereins „Schallkultur“ und weitere Helfer zunächst das Chaos auf dem überschwemmten „Camping-Platz 2“ beseitigen mussten, war erst am Mittwoch dieser Woche wieder klar Schiff. „Der Platz sieht jetzt wieder sauber aus, auch der Rest ist abgebaut“, sagte Daniel Sündermann, Ex-Vorsitzender von „Schallkultur“ und nach wie vor einer der Hauptkümmerer, am Mittwochabend.

Ein wenig Entspannung haben sich die Festival-Macher nun wahrlich verdient, auch Sündermann gönnt sich nun einige freie Tage, wenngleich ein Großteil des Urlaubs für das „Traffic Jam“ draufgehe. Zeit zur körperlichen und seelischen Regeneration: „Wir müssen uns nun erst einmal beruhigen.“ Das Unwetter mit Evakuierung habe die Verantwortlichen doch ziemlich mitgenommen.

Die große Frage jetzt: Gibt es auch 2013 wieder ein „Traffic Jam“ mit 5 000 Rock-, Punk- und Metal-Fans an zwei Tagen in Dieburg? Es wäre die 14. Auflage. Sündermann: „Die Ereignisse dieses Jahr werden die Zukunft des Festivals auf jeden Fall beeinflussen.“ Mit Blick auf die Camping-Plätze müsse man sich auf jeden Fall „Gedanken machen“, werde sich auch „mit dem Ordnungsamt zusammensetzen“.

Noch ist keine Entscheidung für oder gegen eine Ausrichtung 2013 gefallen. „Bis Oktober, November müssen wir sie aber treffen“, sagt Sündermann. Lässt man sich vom unrühmlichen Ende, den Schäden und dem Mehraufwand in diesem Jahr nicht von der nächsten Auflage abhalten, müssen spätestens in den Herbstmonaten die ersten Band-Buchungen vorgenommen werden.

Entsprechend dem lockeren Umgang auf dem „Traffic Jam“ haben viele der meist jungen Besucher die Sintflut am Sonntagmorgen dieses Jahres im Nachgang mit viel Humor genommen: Im Online-Netzwerk Facebook zeigen sich etwa Musik-Fans, die sich T-Shirts mit dem Aufdruck „Traffic Jam 2012“ haben drucken lassen. Unter dem Schriftzug: ein Zelt, das gerade von Wellen umspült wird. Auf der Rücken sind im Nackenbereich gekreuzte Segel zu sehen.

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