Messe zum 80. Geburtstag von Monsignore Richard Neumann.

Priesterleben über den Ruhestand hinaus

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Mosignore Richard Neumann nutzt den Ruhestand auch zum Studium theologischer Lektüre.

Dieburg (db) ‐ Mit rund 250 Gästen gut gefüllt war die Stadtpfarrkirche am Dienstagabend bei der Messezeremonie anlässlich des 80. Geburtstags von Monsignore Richard Neumann. Anschließenden fanden sich die Gäste zu einem kleinen Empfang in der Ludwigshalle zusammen.

Neumann wurde zwar in Budenheim bei Mainz geboren, begann aber nach seinem Studium der Theologie seine geistliche Laufbahn 1955 als Kaplan in Dieburg unter Pfarrer Geoerg. Dieser galt neben dem Theologen Romano Guardini und dem Mainzer Weihbischof Josef Maria Reuss als wichtige Bezugsperson für Neumann. Schlüsselfigur, sein Leben einmal ganz und gar der Kirche zu widmen, war für Monsignore Neumann, der mit vier Geschwistern aufwuchs, seine Mutter.

„Wer denkt, der dankt“, sagt Richard Neumann während der Messe am Dienstag und erinnerte daran, sich der Freude vergangener Tage zu besinnen. „Auch an grauen Tag scheint ein Lichtstrahl der Freude, den uns der himmlische Vater zugute kommen lässt“, sagt Neumann, der einen Appell an das Leben im hier und jetzt richtete.

Von 1962 bis 1987 war Neumann Pfarrer von „St. Peter und Paul“, eine Zeit, in der die Dieburger Kirchengemeinde stetig wuchs und zur Gründung der zweiten katholischen Pfarrei „St. Wolfgang“ führte. Nach seiner Dieburger Zeit wechselte Monsignore Neumann nach „St. Bonifatius“ in Bad Nauheim, wo er von 1987 bis 1999 zudem auch Dekan des Dekanats Wetterau-West war.

Nun als Pfarrer im Ruhestand, den er seit 2001 in Dieburg genießt, wird Richard Neumann des Öfteren als Aushilfe für die katholische Pfarrgruppe Dieburg und für die Gemeinde Otzberg bei Trauungen, Taufen oder Beerdigungen gerufen. Noch immer verfolgt Neumann aktuelle Entwicklungen der katholischen Kirche und geht durch intensives Lesen gesellschaftlicher und theologischer Schriften mit der Zeit. Auch äußerlich habe er sich nicht verändert, wie Pfarrer Alexander Vogl bei der Messe bemerkte: „So manch eine Frau ist neidisch auf seine glatte Haut“.

Dass er nun ein Jahr älter geworden ist, darüber zerbricht sich Monsignore Neumann nicht dem Kopf und zitiert seinen Namensvetter John Henry Newman: „Ein langes Leben ist wie eine lange Leiter. Je höher man geht, um so mehr schwingt und federt sie. Daher bin ich bestrebt darin für Zuversicht und Beharrlichkeit zu beten, damit ich noch viele weitere Sprossen erklimmen kann“.

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