Prinzenpaar hoch im Kurs

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Tollitätenbörsen-Macher Berti Grimm mit zwei der Buttons, die er nun ebenfalls unter die Leute bringt.

Dieburg (jd) ‐  Das Datum bleibt das gleiche, doch der Zeitraum hat sich verändert: Am 30. Januar (Samstag) startet wieder die „Tollitäten-Börse“ von Fastnachter Bernd „Berti“ Grimm – exakt am selben Tag wie im Vorjahr. „Diesmal lasse ich das Ganze aber nur 15 Tage lang laufen“, sagt Grimm.

Sonst waren es stets drei oder vier Wochen, doch „meistens kam die Mehrzahl der Tipps sowieso erst in den letzten ein bis zwei Wochen vor Bekanntgabe des Prinzenpaars“, so der Dieburger. Das Ziel bleibt indes unverändert: Es wollen der Prinz und die Prinzessin richtig vorhergesagt werden. Jeder kann mittippen, ob Dieburger, „Zugeraaster“ oder gänzlich Fremder. Plattform des beliebten Tippspiels, das im Gegensatz zum Lotto sogar noch gratis ist, wird ab dem 30. Januar erneut Grimms Website http://www.dibborsch.de sein: Dort bietet der Träger der „Holzisch Latern“ – so schreibt der KVD laut Aussage von Präsident Friedel Enders die Auszeichnung inzwischen – Wissenswertes vor allem rund um die tollen Tage an, verfolgt das Dieburger Geschehen aber auch das restliche Jahr über. Wenngleich vor allem während des Januars und Februars besonders häufig reingeklickt wird – und die Börsenseiten sich regelmäßig als Renner entpuppen. 

Bietet alle Informationen und jetzt auch wieder die Tollitäten-Börse zur Dieburger Fastnacht: Berti Grimms Internetseite.

Im vergangenen Jahr war die Tollitäten-Börse drei Wochen lang online“, erinnert sich Grimm. „In dieser Zeit gab es 9 000 Seitenaufrufe.“ Am Ende sind meist 120 bis 150 Tipps, in denen auf Prinz und Prinzessin spekuliert wird, zusammengekommen – was bis zu einem Dutzend Börsenseiten entspricht. Wer sich tatsächlich alle Tipps durchliest, produziert damit also auch ein Dutzend Seitenaufrufe – dennoch dürfte Grimm pro Kampagne eine stattliche vierstellige Zahl an närrischen Nutzern auf http://www.dibborsch.de begrüßen. Denen bietet er neben Infos und Fotos inzwischen auch Buttons mit närrischen Parolen an: „Ich hab das Äla-Diplom“ und zahllose weitere Sprüche stehen auf den Ansteckern, die Grimm zum Beispiel im Rahmen der Sitzungen in der „Luha“ unter die Narren bringt.

Niemand tippte das Prinzenpaar bislang richtig

Das Ganze soll vor allem Spaß machen und als Spiel verstanden werden“, gibt Grimm unterdessen die Marschroute für die Börse vor. Der eine oder andere nehme die Börse manchmal zu ernst: „Ich weiß ja noch nicht einmal, ob sich das Prinzenkomitee in irgendeiner Form von den Tipps beeinflussen lässt.“ Tauchen immer wieder dieselben Namen bei den Prognosen aus dem Narrenvolk auf, so zeigte das Komitee mit überraschenden Entscheidungen zuletzt immer wieder, dass dem wohl nicht so ist.

Ganz ahnungslos sind die Mitspieler allerdings nicht: „Prinz oder Prinzessin – einen von beiden hat praktisch immer jemand auf dem Zettel“, weiß Grimm. Das Paar korrekt vorhergesagt hat bis heute allerdings noch niemand.

Bis zu 900 Seitenaufrufe am Tag der Bekanntgabe

Der Anreiz ist in diesem Jahr derweil besonders groß: Neben einem 33-Euro-Gutschein für den „Löwenkeller“ erhält der Sieger weitere Überraschungen im Wert von mehr als 100 Euro. Bis 22.22 Uhr am Fastnachtssamstag (13. Februar) darf gewettet werden. An Tagen wie dem darauffolgenden Sonntag, an dem das Prinzenpaar am Bahnhof empfangen und bekanntgegeben wird, hat Grimm sogar bis zu 900 Seitenaufrufe auf http://www.dibborsch.de.

Ein fester Bestandteil an Spielern ist immer dabei“, skizziert Grimm die Nutzer seiner Börse, immer wieder kämen aber auch neue hinzu. Sie alle haben es heute noch schwerer beim Tippen als in den späten 20er und den 30er Jahren: Damals hätte in Dieburg nämlich nur ein Prinz getippt werden müssen – eine Prinzessin, die das Paar komplettierte, gab es in der Vereinsgeschichte des KVD erstmals 1939.

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