Thomas II. und Svenja I. regieren

Prinzenpaar und Kaiserwetter

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Mit der Sonne strahlten sie gestern um die Wette: Prinz Thomas II., Krebbelschnude’s Grand Senjör, Prüfstandsautomatisör (Thomas Reißner) und Prinzessin Svenja I., Wäkebb’s edle, graziöse Musik-, Schritt- unn Danzdomdöse (Svenja Schäfer) präsentierten sich ihren närrischen Untertanen.

Dieburg - Noch heller hätte die Sonne gestern Nachmittag über dem Bahnhof in Dieburg nicht scheinen können. Aber strahlender als das Himmelsgestirn trat das Prinzenpaar pünktlich um 14. 11 Uhr aus der Tür: Thomas II. und Svenja I. wurden von lautem Jubel empfangen. Von Lisa Hager

Jürgen Schaarvogel hatte es wieder mal spannend gemacht: Die vielen Zuschauer – es waren mehr als in den Vorjahren – rätselten bis zur letzten Sekunde, wer es denn jetzt denn werden würde, das Prinzenpaar der Kampagne. Und da half der Tipp, dass die beiden zusammen die Schuhgröße 86 haben, auch nicht wirklich weiter.

Gut, dass die Bahnhofsuhr dann endlich auf 14.11 Uhr sprang und sich die Tür öffnete. Unter begeistertem Jubel ihrer närrischen Untertanen drehten Thomas II. (Thomas Reißner) und Svenja I. (Svenja Schäfer) dann die erste Runde, um die Huldigungen des größtenteils standesgemäß maskierten Fastnachtsvolks entgegenzunehmen.

Bei der Proklamation auf der Terrasse des Schlosses Fechenbach gab es dann wesentlich detailliertere Informationen über die frisch gebackenen Tollitäten.

„33. Mal Fastnachtsumzug“

Der „stattliche Prinz“ (O-Ton KVD-Präsident Friedel Enders) feiert in diesem Jahr schon Silberhochzeit – natürlich nicht mit der Prinzession, sondern Gattin Sylvia – und ist im Zivilberuf Dipl.-Ing. der Elektrotechnik. Mit seiner Fastnachtsgruppe, den „Krebbelschnude“ feiert er außerdem morgen „33. Mal Fastnachtsumzug“. „Dene geht sicher, do mach ich koan Bluff, es Fassnachtsherz wie en Krebbel grad uff“, reimte Enders.

Und wer an die Prinzessin denkt, dem fallen bestimmt die Rhythmusprobleme der eigenen Füße ein: Als Lehrerin in der Tanzschule Wehrle hat sie schon vielen Dieburgern die richtigen Schrittfolgen beigebracht. „Ein jeder wird von der Svenja gepackt, die ,Schäfern’ bringt jeden in de richtige Takt“, ist sich Enders sicher. Auch in der Fastnachtsgruppe „Wäkebb“ beweist sie jedes Jahr aufs Neue ihre echte Narrheit. Schließlich wurde ihr als im Dieburger Rochus geborenes Baby das Älatum bereits ins Bettchen gelegt.

Bilder zur Fastnacht in Dieburg

Straßenfastnacht: Äla uff de Gass

„Dass sie werd gern feiern, wurd schon domols gemunkelt“, verriet der KVD-Präsident, „sie hodd schunn im Bauch vun de Mama geschunkelt.“

Schließlich ist Papa Jens als „Dippegucker“ auch beim Umzug immer mit vorne dran, während Mutti Susi, früher Fußballerin, auch bei den „Wäkebb“ zu finden ist. Aber die Erinnerungen ans Familienumfeld der Prinzessin gingen noch weiter zurück: Die legendären Schnitzel von Oma Walli, der früheren Köchin der Hassia, hat Enders bis heute nicht vergessen.

Nur einen Kilometer Luft(schlangen)-Linie entfernt wohnen die beiden Tollitäten im närrischen Dieburg. Und bei ihren Lieblings-Fastnachtsliedern liegen die beiden Hoheiten auch gar nicht so weit auseinander: Der Prinz trällert am liebsten „Wann´s Fassnoacht iss“ und die Prinzessin schwärmt für „Äla probierst es“ – na, dann mal los!

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