Profil noch weiter ausbauen

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Von vielen gut gelaunten Gesichtern - wie diesem Werkstück eines Schülers - ist Hiltrud Werkmann an der ADS empfangen worden.

Dieburg - Sie ist „die Neue“: Hiltrud Werkmann fühlt sich trotzdem schon recht wohl an ihrem Schreibtisch im Chefzimmer der Alfred-Delp-Schule. „Es wurde mir sehr leicht gemacht, alle sind sehr kooperativ. Von Lisa Hager

Ich fühle mich gut aufgehoben“, beschreibt sie die Atmosphäre, in der sie ihre ersten Dieburger Schulwochen erlebt hat. Die 57-Jährige treibt es mit der Übernahme der Schulleitung - Vorgängerin Renate Stiebing ist in den Ruhestand gegangen - zu ihren Wurzeln im Landkreis zurück: Geboren und aufgewachsen ist die spätere Mathematik- und Physiklehrerin in Groß-Umstadt. Dort hat sie auch Abitur gemacht, am einzigen reinen Gymnasium im Landkreis, der Max-Planck-Schule. Im Kreis Offenbach war sie Lehrerin, später stellvertretende Schulleiterin. Zuletzt hat sie zwölf Jahre lang eine Gesamtschule mit Oberstufe in Wiesbaden geleitet. Da sie in Darmstadt wohnt, kam ihr der Wechsel ans Oberstufengymnasium in Dieburg sehr gelegen. „Zwölf Jahre an einem Einsatzort ist ja auch ein ganz guter Zeitpunkt, sich eine Veränderung zu überlegen“, sagt sie. „Und irgendwie zog es mich auch in die Gegend zurück. “ Dazu kam, dass die Alfred-Delp-Schule einen „guten Ruf, ein gutes Profil“ hat, wie Werkmann weiß. Und so überlegte sie einen Urlaub lang, ob sie sich auf die Stelle bewerben sollte - der Ausgang des relaxten Nachdenkens ist bekannt.

Trotz des guten Profils, das die ADS vorzuweisen hat, gibt es natürlich etliche Herausforderungen, die die neue Schulleiterin zu bewältigen hat. Derzeit sind wegen der Doppeljahrgänge durch G 8 und G 9 wesentlich mehr Schüler an Bord als es die mit dem Schulträger ausgehandelte Deckelung von 750 Schülern vorsieht. „Wir haben 440 neu aufgenommen“, sagt Werkmann. Deshalb geht es im Atrium in der Pause besonders quirlig zu. Aber die Räume haben bei weitem nicht ausgereicht. Werkmann ist der Goetheschule deshalb besonders dankbar, dass dort übergangsweise ADS-Schüler unterrichtet werden können.

Sanierung steht noch aus

Wenn die neue Gutenbergschule, die gerade auf dem ehemaligen Sportgelände auf der Leer entsteht, bezogen werden kann (vermutlich nach den Herbstferien), werden die künftigen ADS-Abiturienten in die alte Gutenbergschule umziehen. Eine umfassende Modernisierung und Erweiterung der Alfred-Delp-Schule, die wegen ihres großen Angebots - es können außer Sport in jedem Fach Leistungskurse gebildet werden - sehr attraktiv ist, lässt noch auf sich warten. Jetzt wird es Ende 2013 werden, bis die Planungen abgeschlossen sind. Mit den eigentlichen Arbeiten kann sicher nicht vor 2014 begonnen werden. „Auch über neue Raumkonzepte wird dann natürlich nachgedacht“, sagt die Schulleiterin, die sich selbst nach der Schule gerne beim Werkeln oder Lesen in ihrem Gärtchen erholt. Ansonsten ist sie, was die Versorgung mit Lehrern und Unterrichtsmaterial angeht, zufrieden: „Wir können alles abdecken, alles findet statt.“

Als kleinen Wermutstropfen bezeichnet Werkmann, die später noch Informatik studiert hat, die Tatsache, dass in der ADS bislang nur ein einzige digitale Tafel zur Verfügung steht. Die meisten Schüler haben bereits in der Grundschule oder in der Mittelstufe mit solchen Tafeln Erfahrung gemacht. Dass sie an der als Medienschule gerühmten ADS nur ein Exemplar vorfinden, verblüfft viele. „An vielen Details muss noch gearbeitet werden“, sagt die Schulleiterin. Insgesamt wünscht sie sich, dass sie mit ihrem Engagement das gute Profil der Schule noch weiter ausbauen kann.

Quelle: op-online.de

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