Mit Prosit Erdbebenopfern helfen

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Devid und Petra Maleika (von links, beide „PM“) sowie Salvatore Romano („Ricardo’s Bar“) tränken das Spendenschwein symbolisch.

Dieburg (jd) ‐  Täglich präsentieren uns die Medien grausige Bilder aus Haiti, wo ein Erdbeben für ein dramatisches Ausmaß an Leid gesorgt hat. Vor kurzem kamen zwar die Hilfsaktionen besser ins Rollen, die Naturkatastrophe wird das ohnehin bettelarme Land aber noch auf Jahre hin beeinträchtigen. Immerhin: Die Weltgemeinschaft solidarisiert sich momentan stark mit den Betroffenen, schickt Helfer ins Land und sammelt Millionen.

Ihr Scherflein beitragen wollen auch Petra Maleika und Salvatore Romano. Maleika betreibt das „PM“ am östlichen Ende der Zuckerstraße, Romano ist Inhaber von „Ricardo’s Bar“ in der Altstadt-Straße, nur einen Steinwurf vom „PM“ entfernt. Am 29. Januar (in „Ricardo’s Bar“) und 30. Januar (im „PM“) darf in beiden Lokalitäten gerne einer über den Durst getrunken werden: Dann nämlich soll ein bedeutender Teil des Umsatzes, der im Laufe des Abends erzielt wird, für eine wohltätige Organisation verwendet werden, die in Haiti hilft. „An wen genau wir das Geld spenden, werden wir im Anschluss an die beiden Tage entscheiden“, sagt Maleika.

Die 25-jährige Dieburgerin hatte den Einfall, auf diese Weise etwas Gutes für die Erdbeben-Opfer zu tun. „Das kam mir ganz spontan, als ich wieder einmal im Radio von der schlimmen Lage in Haiti gehört habe“, sagt Maleika. „Ich fand es besonders krass, wie sich die Leute dort um Wasser geprügelt haben“, so die Dieburgerin.

Beide Gaststätten stellen Spendenschwein bereit

Am 30. Januar wird sie im „PM“ – benannt im Übrigen nach ihren Initialen – derweil keine besonderen Aktionspreise oder Angebote machen, die sie sonst nicht auch hätte. Es gibt alle Speisen und Getränke zum normalen Preis, nur dass am Ende von jedem Euro etwas abgegeben wird. „Ich habe mir gedacht, dass es sinnvoller ist, Geld an eine große Organisation weiterzugeben, als Hilfsgüter auf eigene Faust zu verschicken“, sagt Maleika, die beim Betrieb des „PM“ unter anderem stark von Bruder Devid unterstützt wird.

Romano stimmte sofort zu, als Maleika ihm ihre Idee schilderte. „Mir geht es vor allem um die Kinder in Haiti“, betont der Inhaber von „Ricardo’s Bar“. Freitag sei bei ihm der umsatzstärkste Tag – deshalb hat er sich den 29. Januar ausgesucht, während Maleika einen Tag später tätig wird. Ein Wunsch eint beide: „Wir hoffen natürlich, dass besonders viel los ist.“ Außerdem bestehe die Hoffnung, dass das eine oder andere Unternehmen mit einer Spende nachziehe. Wer Gutes tun möchte, aber dennoch nicht zu tief ins Glas schauen will, für den haben Maleika und Romano eine Lösung parat: In beiden Locations steht zusätzlich ein Spendenschwein bereit.

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