König-Schießen der Schützgesellschaft Dieburg

Mit Pulverdampf und lautem Kanonendonner

Gut getroffen: Erster Ritter Matthias Bergmann (von links), Schützenkönig Roland Feller und Zweiter Ritter Jürgen Fuhlbrügge. Fotos (2): p

Dieburg - Das traditionelle König-Schießen wurde in diesem Jahr mit einer von Schützenbruder Paul Staudt in liebevoller Handarbeit hergestellten Schwarzpulver-Miniaturkanone durchgeführt. Fast alle aktiven Schützen der Schützengesellschaft wollten beweisen, dass „Im Auge Klarheit und im Herzen Wahrheit“ nicht umsonst einer der Leitsprüche der SG ist.

Staudt betätigte sich als Lademeister, während die Teilnehmer ihr Können als Richtschützen zeigten.

Nach dem der Richtschütze das Kommando „Feuer“ gegeben hatte, zündete Paul die Lunte der Schwarzpulver-Kanone. Geschossen wurde auf eine Ringscheibe, die in einer Entfernung von 25 Metern aufgestellt war.

Um hier ins Zentrum zu treffen, musste man sich mit dem Zielen alleine über das Kanonenrohr schon sehr viel Mühe geben. Im ersten Durchgang erwies sich Jürgen Fuhlbrügge - nach einem Seufzer gen Himmel - als bester Richtschütze und errang damit den Titel „Zweiter Ritter“.

Im zweiten Durchgang war Roland Feller nicht zu schlagen. Er setzte seinen gekonnten Schuss genau ins Zentrum der Scheibe.

Im dritten Durchgang ging es nun um den Titel „Schützenkönig 2009“ und auch hier war Roland Feller wieder der beste Richtschütze und somit Schützenkönig der SG Dieburg.

Durch diese Konstellation begünstigt, rückte nun Oberschützenmeister Matthias Bergmann als „Erster Ritter“ mit ins Königshaus ein, denn er war im zweiten Durchgang nach Roland der nächstbeste Richtschütze gewesen.

Beim Schießen um den Fechenbach-Becher wurden die Schützen von der einzigen weiblichen Teilnehmerin geschlagen. Mit nur einem Schuss aus dem für sie ungewohntem Kleinkaliber-Gewehr errang Sabina Mohr den Fechenbach-Becher als ewigen Wanderpokal.

Die männlichen Vereinskollegen versuchten zwar durch regen Nachkauf dies noch zu ändern, aber es gelang kein besserer Schuss. Sabina Mohr muss infolgedessen im nächsten Jahr den Fechenbach-Becher schön geputzt verteidigen.

Nach Abschluss der Ehrungen durch den Oberschützenmeister wandelte sich der Pulverdampf in den Duft gebratener Steaks vom Grill um, den Sportfreund Bernd Adam betätigte. Wie so oft, sorgte er für das leibliche Wohl.

So fand das diesjährige König-Schießen einen genussvollen Abschluss.

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