Begleitprogramm zur Cellba-Ausstellung

Puppendoktorin kommt zur Nixe ins Museum

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Im Zeichen der Nixe: Eine Puppe ist nur „echt Cellba“, wenn sie dieses Markenzeichen auf dem Rücken trägt.

Dieburg - Fünf Jahre lang hat sich Ine Reichart, die stellvertrende Vorsitzende des Heimat- und Geschichtsvereins Babenhausen, mit den Cellba-Puppen beschäftigt, zahlreiche Exemplare zusammengetragen und ein Buch geschrieben.

Die Puppen, die von Babenhausen aus viele Jahre rund um die Welt gingen und als Markenzeichen die Nixe auf dem Rücken tragen, haben es ihr angetan.

Reichart hat einen aufwändigen Schriftwechsel in alle Welt geführt und mit Puppenbesitzerinnen in Nah und Fern Kontakt aufgenommen. Ihre Recherchen mündeten in einem Buch, das der Geschichtsverein 2010 herausgab und in einer Ausstellung im selben Jahr in Babenhausen. Nun hat das Dieburger Museum gemeinsam mit dem Geschichtsverein die Ausstellung neu aufgelegt.

Am Mittwoch, 25. September, referiert Ine Reichart um 18 Uhr zum Thema Cellba-Puppen in Schloss Fechenbach. Informationen zum Abend bekommt man im Museum unter  06071/2002460 oder per E-Mail: info@museum-schloss-fechenbach.de.

Es schmerzt wie eine Verletzung am eigenen Körper, wenn die geliebte Puppe einen Arm verliert. Doch hier hilft die Sprechstunde mit der Puppendoktorin Gabriele Riexinger. Sie suchte vor vielen Jahren zwecks „Heilbehandlung“ eines ihrer Puppenkinder die Puppenklinik von Herrn Schimanski in Wetzlar auf. Damals sammelte sie bereits Puppen und fand Gefallen am Dienst des alten „Doktors“. Daraufhin fuhr sie öfter nach Wetzlar und sah dem Puppendoktor auf die Finger und lernte die Tricks: wie man Augen einsetzt, Wunden am Kopf heilt und Gliedmaßen wieder ihre Funktionen gibt. Sie übernahm die Puppenklinik mit mehreren Kisten Ersatzteilen, wie alten Armen, Beinen und Augen, den Lieferantenadressen und dem „Knowhow“, Puppen richtig zu reparieren. Sie repariert und restauriert Puppen aus Celluloid, Masse, Porzellan, sowie solche mit Lederbalg und Gliederpuppen, Teddys und andere Stofftiere mit Geduld und Hingabe, gerade so als wären es ihre eigenen. Am Sonntag, 3. November, kommt sie aus ihrer Klinik in Hungen nach Dieburg, um dort zwischen 11 und 17 Uhr im Museum zu untersuchen und zu reparieren.

Informationen zu dem Tag gibt es im Museum unter den oben angegebenen Kontaktdaten. Der Kostenbeitrag zu beiden Angeboten mit einem Besuch der Sonderausstellung beträgt drei Euro. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

eha

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