DA-Umfrage: Halle als Äla-Ort erhält reichlich Lob / Aufs Publikum kommt’s an

Raumgefühl statt Schlauchgefühl

Für Peter Hühner positiv: keine Rennerei mehr. Fotos (4): Dörr

Dieburg - Klarer Fall: Bei der ersten Dieburger Fastnachtssitzung am Samstagabend richteten sich in der „Römerhalle“ die Blicke nicht nur auf die Bühnenaktiven, sondern auch den Veranstaltungsort und die Bewirtung. Von Jens Dörr

Unkenrufen, womöglich sei mit langen Wartezeiten bei der Versorgung mit Speisen und Getränken zu rechnen, setzte Hallenpächter Tobias Niestatek reichlich Personal entgegen. Es hatte seinen Job im Griff. Wer sich bei einer der vielen Möglichkeiten bei den vorbeieilenden Service-Kräften meldete, bekam - zu fairen Preisen - ruckzuck seine Bestellung.

Der DA hörte sich zudem bei Mitwirkenden der Sitzung auf und vor der Bühne sowie bei Zuschauern um, wie sie die erste Sitzung in der Zeit nach der „Ludwigshall“ erlebten.

Sitzungspräsident Bernd Wolfenstädter war schon zur Pause mit der Stimmung zufrieden. Üblicherweise steigt die im zweiten Abschnitt in der Regel an. Es ist kein Geheimnis, dass das bei manchem auch mit steigendem Alkoholpegel einhergeht. Man könne aber ohnehin nicht pauschal sagen, dass die Stimmung von t einer bestimmten Halle abhänge. „Die ist mal so, mal so“, das Publikum sei oft ganz unterschiedlich drauf, obwohl das Programm gleich sei, merkte Wolfenstädter an.

Nicht auf, sondern vor der mächtigen, durch die Elferratskulisse optisch toll versehenen Bühne, agierte am Samstag Peter Hühner. Er fotografierte die gesamte sechsstündige Darbietung lang, unterstützt mit seinen Bildern unter anderem Bernd Grimms ehrenamtlich betriebene Äla-Website www.dibborsch.de. Hühner stellte fest: „Die Leute gehen kritisch ran, die Stimmung ist aber gut.“ Als positiv nahm er wahr, dass die Rennerei aus „Luha“-Zeiten nachgelassen habe, als es während des Programms immer wieder Zuschauer auf einen Schoppen in die angrenzende „Bierschwemme“ zog. Als gut empfand Hühner auch Temperierung und Belüftung des großen Saals. Der biete gegenüber der „Luha“ mehr „Raumgefühl statt Schlauchgefühl“.

Die Aussage, dass in der „Römerhalle“ von jedem Platz aus ein guter Blick - und guter Sound - gewährleistet ist, ist derweil keine Floskel. Optimal fand die Halle auch Oliver Rebel, am Samstag als Zuschauer da und erstmals überhaupt in der Halle. Der Dieburger, der sicherlich auch in diesem Jahr wieder zu den Topfavoriten auf den Prinzenthron zählen wird, meinte: „Ich habe mir die Halle länger und schmäler vorgestellt.“ So aber, weniger lang und ziemlich breit, sage sie ihm zu. „Ich find’s ein bisschen warm“, ergänzte er.

Und jene, die auf den weltbedeutenden Brettern in Bewegung sind? Thorsten Bembi Stemmler, Vortragender in der Reporter-Rolle, bewertete seine Aufgabe als „schon anders als in der ,Luha’“. Seine Sicht: „Du guckst in einen ganz anderen Saal mit noch mehr Menschen, das ist schon noch ein bisschen herausfordernder. Zudem ist man einen Tick weiter weg von den Leuten.“ So müsse man sich noch etwas mehr anstrengen, um das Eis zu brechen.

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