KVD macht das Beste draus

„Verhaltener Sonnenschein“: Regen lässt Hoffest umziehen

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Sichtlich Spaß hatten bei Gäste beim ersten Hoffest des KVD.

Dieburg -  Zur Feier des nunmehr fast vollständig gepflasterten Hofes und des Einbaus eines komfortablen Rolltores wollten die Verantwortlichen des Karnevalvereins Dieburg KVD mal bei schönem Wetter draußen feiern. Daraus wurde aufgrund des zwar leichten, aber dauerhaften Regen nichts.

Das erste Hoffest sollte es werden, doch das Wetter spielte nicht mit. Der neue Präsident des Karnevalvereins, Günter Hüttig, machte das Beste daraus, nannte das Wetter „verhaltenen Sonnenschein“ und taufte das Fest für dieses Jahr um, aus dem Hoffest wurde das „Vorhoffest“, weil die meisten Besucher nachmittags zwischen Hof und Zeughaus im Einfahrtsbereich auf den Bierbänken Platz genommen hatten. Trotz des nicht so ganz üppigen Besuchs des Festes am Nachmittag ließ sich Hüttig nicht entmutigen, der KVD wolle dies Fest auf jeden Fall gerne etablieren. Parallel zum Oktoberfest wolle man ein etwas ruhigeres Fest einführen, gerne auch etwas für die Älteren. Außerdem sollten die Dieburger auch daran erinnert werden, dass der KVD nicht nur in der Karnevalszeit mit der Fastnacht beschäftigt ist, sondern eigentlich rund ums Jahr. „Nach der Fastnacht ist vor der Fastnacht“, sagte Hüttig. Einige der Tanzgruppen seien jetzt schon am Üben für die Tänze der nächsten Session. Und auch die zahlreichen Fastnachtsgruppen träfen sich unabhängig vom KVD meist das ganze Jahr über. Der Vorstand sei sowieso tagein, tagaus mit dem Karneval beschäftigt.

Eine Ordensverleihung konnten die Besucher des Vorhoffestes erleben. Jürgen Schaarvogel erhielt für seine Verdienste um den Verein den neu eingeführten Technikorden. Die Technikgruppe war vor 55 Jahren etabliert worden. Die Besucher, die es interessierte, hatten die Möglichkeit, vom Zeughaus auch einmal mehr zu sehen, als lediglich die große Halle, wo die Veranstaltungen stattfinden und in der Regel die großen Zugwagen des KVD stehen und auf ihren Einsatz beim Umzug warten. Immer zur vollen Stunde durften die Gäste einen Blick in den Sitzungsraum und andere Räume werfen, aber auch in die Kostümkammer eintreten, wo sich Gardeuniformen an verschiedene Kostüme reihen oder in Regalen darüber viele Perücken und andere Kopfbedeckungen untergebracht sind. Viele der Besucher staunten, wie groß das Zeughaus doch ist.

Hüttig und auch sein Vorgänger, der neue Medienbeauftragte Friedel Enders, erzählten auch von dem neuesten Streich, mit dem der KVD auf sich aufmerksam machen will. Bis Ende des Jahres soll eine CD mit beliebten Fastnachtsliedern herausgebracht werden. Hüttig hofft, dass der Verein sie am Martinsmarkt vorstellen kann. Die CD kann dann auch der Finanzierung der vielen Aktivitäten des Vereins dienen. Die Beiträge der 1 800 Mitglieder – zurzeit liegen sie bei 12 Euro im Jahr – reichen bei weitem nicht, die sieben Sitzungen der Erwachsenen und die zwei Kindersitzungen, sowie die beiden Umzüge zu finanzieren. Glücklicherweise verfügt der Verein auch über Sponsoren und edle Spender.

Die Festbesucher hatten trotz Regen gute Laune, sie saßen im Trockenen und neben der kommenden Session – bis zum 11.11. ist es nicht mal mehr ein halbes Jahr –werden viele Themen angesprochen. Der am Montag in sein Amt eingeführte Bürgermeister Frank Haus schaute vorbei und kam mit vielen Besuchern ins Gespräch und eine Gruppe von Jugendlichen aus der französischen Partnerstadt Aubergenville nahm auch im Zeughaus Platz. Musikalische Unterhaltung bot der KVD auch, die Bläser von Sankt Peter und Paul spielen auf. (bea)

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