Regentropfen nur im Kanon

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Die Männersänger des KMGV unter Leitung von Dirigent Dirk Schneider eröffneten das Matineesingen vor dem Schloss.

Dieburg - Trotz Bangens wegen des Wetters: Der KMGV ist mit der Resonanz auf sein erstes „Parkfest“ zufrieden. Es blieb trocken, Regen kam nur in den Liedertexten vor. Von Jens Dörr

„Sie müssen nachher auch noch ran“, stimmte Dirk Schneider, Dirigent des Kellerschen Männergesangvereins (KMGV), am Sonntag die rund 150 Besucher ein, die schon zu Beginn des Matineesingens von VivaDiva und Männersängern gekommen waren. Was er meinte: Beim Auftritts der beiden KMGV-Chöre war auch das Publikum gefragt. Mit den Chören stimmte es gemeinsam einen Kanon an und gestaltete einen der stimmgewaltigen Höhepunkte des ersten „Parkfests“ des KMGV selbst mit.

Zum Glück waren die „Regentropfen, die an mein Fenster klopfen“ eben nur im Kanon vertreten. Der KMGV-Vorsitzende jedenfalls zeigte sich am Sonntag erfreut darüber, dass es am Samstagabend zu den Weinliedern der Männersänger und dem Auftritt der Modautaler Spitzbuben trocken geblieben war und sich zum Matineesingen sogar die Sonne zeigte. „Wir sind mit unserem ersten Parkfest zufrieden“, sagte Pollak, noch ehe es ausgeklungen war.

Verbesserung gegenüber dem Rasenstreifen

Besonders das Ambiente hatte es ihm angetan und war wahrlich eine Verbesserung gegenüber dem Rasenstreifen am Mladà-Boleslav-Weg (Höhe Jugendcafé), wo das Fest – dort noch unter dem Namen „Waldfest“ – zuletzt stattgefunden hatte.

„Der Park ist leider nicht als Weltkulturerbe anerkannt“, bedauerte Pollak kurz vor dem Matineesingen. Das äußerte er dann auch bei der Begrüßung der Gäste. „Der Park hat durch seine Lage am Schloss ein tolles Flair“, schickte er mit Blick in die Grünanlage beinahe schon in sopranistischen Tönen nach. Zudem dankte er den Anwohnern der Eulengasse, für die jede noch so schöne Feier schließlich auch mit mehr Publikumsverkehr und Lärm verbunden ist. Sie konnten sich „Sommermorgen“ oder Reinhard Meys „Diplomatenjagd“ bei offenem Fenster zum späten Frühstück anhören.

Vorverkauf gut angelaufen

Wer statt des Frühstücks deftige Kost zum Mittagessen bevorzugte, wurde nicht nur bei Steaks, Würstchen, Brezeln und Käse fündig, sondern auch bei mehreren dazu gereichten Weinen aus der Pfalz. Der Münsterer Klaus Riebel gestaltete den Sonntagnachmittag mit dem Saxophon.

Zu der schönen, neuen Veranstaltung, die das „Waldfest“ nun abgelöst hat, durften sich Franz Pollak und Co. zudem darüber freuen, dass der Vorverkauf für das KMGV-Konzert am 7. Dezember (19 Uhr, Saalöffnung eine Stunde vorher) zusammen mit den Mainzer Hofsängern in der Römerhalle gut angelaufen ist. Die Zusammenarbeit von Musikern aus „zwei Fastnachtshochburgen“ werde sich als besonders fruchtbar entpuppen, so Pollak zuversichtlich. Karten gibt es beim KMGV zum Preis von 20 Euro (freie Platzwahl).

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