Römerhalle im Endspurt

Länger als gedacht muss Dieburg auf seine „Gut Stubb“ warten. Jetzt steht fest: Eröffnung ist am 28. September. Von Lisa Hager

Dieburg - Zwei Starttermine hat die neue „gut Stubb“ der Stadt schon verpasst: Zuerst war der 29. Juli nach dem Schlossgartenfest angepeilt, dann kam der 12. August ins Gespräch. Beide Eröffnungstermine für die 7,2 Millionen teure neue Römerhalle waren nicht zu halten. Unter anderem hatte der strenge Winter viele Arbeiten verzögert. Vor allem der Estrich war wochenlang nicht getrocknet. Lange - auch noch in den Sommerwochen - mussten Heizlüfter aufgestellt werden, um der Feuchtigkeit Herr zu werden.

Am Donnerstagabend hat Bürgermeister Dr. Werner Thomas jetzt den definitiven Eröffnungstermin in der Sitzung des Bauausschusses genannt: Mittwoch, 29. September. „Wir haben den Ehrgeiz, dass die Halle zu dem Eröffnungstermin auch in einem gutem Zustand ist“, sagte Thomas.

Das Restaurant, für das Pächter Tobias Niestatek verantwortlich zeichnet, soll schon drei Wochen früher an den Start gehen. Schließlich ist am 3. September schon die erste Hochzeit in der Römerhalle angesetzt. Bis dahin soll auch das Parkett verlegt sein. Mit den Arbeiten ist in dieser Woche begonnen worden.

Dass es dann trotzdem noch bis Ende September dauert, bis die Römerhalle öffentlich präsentiert wird, liegt an den umfangreichen Arbeiten zur Aussteuerung der Beschallungsanlage, die rund zehn Tage dauern werden. Ein Sachsaden an der Südwand, den auch Renee Exner (CDU) in der Sitzung ansprach, führte zu weiteren Verzögerungen. Ein Teil der Photovoltaikanlage war an die Fassade geknallt und hatte diese beschädigt. „Das ist ein Versicherungsfall, der abgewickelt ist. Es hat aber trotzdem zu Verzögerungen geführt“, erläuterte Klaus Wörtche vom städtischen Bauamt.

Die Veranstaltung „Hessischer Qualitätstag“, bei der Dieburg seine Urkunde als Qualitätsstadt verliehen bekommt, soll trotzdem am 6. September in der Halle stattfinden. „Für die Übertragung der Reden reichen normale Mikrofone, da muss die Beschallung noch nicht perfekt sein“, sagte Thomas.

Unmut wurde im Bauausschuss noch einmal wegen der nicht umgesetzten Begrünung laut: Vor allem der neue Ausschussvorsitzende Andreas Will (Grüne) kritisierte, dass sich die Stadt selbst nicht an ihre eigene Satzung halte, wonach bei einem Parkplatz über 1 000 Quadratmetern auch eine entsprechende Anzahl von Bäumen gepflanzt werden müsse. Lediglich sechs Stieleichen im Eingangsbereich wurden gesetzt. Ein Vorschlag der Verwaltung, die Mittellinie der Parkfläche mit mobilen Pflanzkästen nachzurüsten, fiel bei den Ausschussmitgliedern einstimmig durch. Grund: Mit 20 000 Euro zu teuer und - quasi als Pflanzen hinter Gittern - optisch wenig befriedigend.

Vermutlich würden die filigranen Stelen wohl bald auch dem Vandalismus zum Opfer fallen, wurde außerdem befürchtet.

Quelle: op-online.de

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