Rotary Club macht im Klostergarten „Wind“

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Die freiwilligen Helfer des Rotary Clubs packen beim Projekt „Klostergarten“ tatkräftig mit an.

Dieburg ‐ „Wir machen den Wind“ sagt Dr. Albrecht Achilles lächelnd und zeigt stolz auf die frisch gepflanzten Gräser, die in mühsamer Arbeit gesetzt wurden. Von Verena Scholze

Denn bevor die Setzlinge in die frisch geharkte Erde gepflanzt werden konnten, mussten die ehrenamtlichen Helfer des Rotary Clubs Dieburg-Babenhausen zunächst kräftig anpacken.

Am Samstagmorgen trafen sich zehn freiwillige Helfer, um das Projekt „Klostergarten“ mit Manpower zu unterstützen. Das Beet, das es zu bepflanzen galt, musste zunächst von Unkraut befreit werden.

Die Gestaltung der vom Rotary Club betreuten Parzelle sieht eine Gräserlandschaft vor, in deren Mitte eine Sitzgruppe zum Verweilen einladen soll.

Mit Schubkarren voll Kies Boden begehbar gemacht

„Hier kann man dem Gesang des Grases lauschen“, so Achilles, Vizepräsident des Clubs. Für diesen Platz wurde zunächst die Anlage abgesteckt und dann unzählige Schubkarren voll Kies herangeschafft, um den Boden begehbar zu machen.

Rund um diese Verweilgruppe, die aus verwitterungsfreiem Holz besteht und bis zum Wendelinusfest aufgestellt werden soll, wurden bereits fünf verschiedene Grassorten, darunter Chinaschilf, Lampenputzer und Pampasgras, angepflanzt. „Diese Grasarten repräsentieren die fünf Kontinente“, erklärt Achilles.

Dem Sonnengesang des Heiligen Franziskus gewidmet

Das Gartenkonzept, das gemeinsam mit dem Guardian des Klosters, Bruder Berthold, einigen Vertretern der Landesdenkmalpflege und dem Freundeskreis der Kapuziner entwickelt wurde, ist dem Sonnengesang des Heiligen Franziskus gewidmet.

So beinhaltet das Konzept auch die Gestaltung der Elemente Wind, Wasser, Feuer sowie der Gestirne. Diese Idee resultiert aus der Bachelor-Arbeit über die Gartenanlage des Kapuzinerklosters, die Mareike Völp, Studentin der Hochschule Rhein-Main in Geisenheim aus dem Fachbereich Landschaftsarchitektur bereits im letzten Jahr erarbeitete.

Die Initiative des Projekts Klostergarten entstand aus einer Idee des OWK Dieburg. Da die Kapuziner den großen Klostergarten nicht mehr wie früher pflegen und betreuen können, kam man auf die Idee der Hilfeleistung. Bei dieser Hilfe schwebten dem Initialgeber Franz Zoth, Vorsitzender der OWK-Ortsgruppe, keine großen Aktionen, sondern eher zeitlich begrenzte und regelmäßige Arbeitseinsätze im Rahmen von ein bis drei Stunden vor.

Club nutzt Möglichkeit zur tatkräftigen Unterstützung

Diese Idee konnte bislang bereits sehr gut verwirklicht werden und auch der Rotary Club nutze die Möglichkeit, das Projekt „Klostergarten“ tatkräftig und finanziell zu unterstützen.

Auch nach der erfolgreichen Bepflanzung werden die Mitglieder des Clubs dem „Wind“ ihre Pflege angedeihen lassen und so werden die gepflanzten Gräser sicherlich wachsen und gedeihen und sich bald im Wind wiegen.

„Dieburg besitzt mit dem Klostergarten ein besonderes Kleinod, das es wiederzuerwecken gilt“, sagt der Präsident des Rotary Clubs Dr. Jürgen Geyer. Auch Bruder Berthold packte tatkräftig mit an und zeigte sich sehr zufrieden mit der Gestaltung.

„Hier kann man Ruhe finden"

„Dieser Garten ist über 150 Jahre alt und wir leben noch immer daraus“, sagte er. Der Garten beinhaltet für Bruder Berthold einen Weg der Besinnung. „Hier kann man Ruhe finden, Gedanken verweilen lassen und neue kreative Ideen finden“, beschreibt Berthold die Schönheit und Einzigartigkeit des Klostergartens.

Daher ist es den Verantwortlichen auch ein Bestreben, den Klostergarten im Laufe des Jahres zu bestimmten Zeiten für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Der Garten soll von Mai bis Oktober an sechs Tagen geöffnet werden und in diesem Rahmen mit literarischen, künstlerischen oder musikalischen Themen Präsenz zeigen.

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