Evangelische Kita feiert 20. Geburtstag

Ruhelos am Ruhbäumchen

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„20 Jahre evangelische Kita Ruhbäumchen und trotzdem immer in Bewegung“: Das galt auch für die jungen Trommler, die das Publikum begeisterten.

Dieburg - Gemischte Gefühle gab es kürzlich in der Kita „Am Ruhbäumchen“: Freude und Aufregung gepaart mit einem Hauch von Wehmut. Von Verena Scholze

Das 20-jährige Jubiläum der Kindertagesstätte wurde begangen und neben den aktuellen Kindergartenkindern und deren Eltern und Angehörigen hatten sich viele Ehemalige eingefunden, um gemeinsam zu feiern.

„20 Jahre evangelische Kita Am Ruhbäumchen und trotzdem immer in Bewegung“, lautete das Motto der Feier – und das zog sich wie ein roter Faden durch das Programm. Begonnen wurde das Fest mit einem gemeinsamen Gottesdienst, der bei strahlendem Sonnenschein unter freiem Himmel abgehalten werden konnte. Geleitet wurde dieser von Pfarrerin Dorothee Benner, unterstützt durch Beiträge der Erzieherinnen.

Im Anschluss begann das fröhliche Miteinander, das neben vielen Spielstationen in der Einrichtung auch Darbietungen von Erzieherinnen und Kindern auf der extra aufgebauten Bühne beinhaltete. Für die Kinder gab es Ballwerfen, eine Fühlstation, Sackhüpfen, Bobbycar-Rennen und eine Schaumkuss-Wurfmaschine. Und auch für das leibliche Wohl war bestens gesorgt. Dieburger Geschäfte hatten außerdem für die große Tombola gespendet.

Einen Rückblick auf die vergangenen 20 Jahre hielt Heike Konz, die Leiterin der Einrichtung. „Wenn eine Kindertageseinrichtung 20 Jahre besteht, dann sind das 100 000 Situationen mit Kinderlachen und manchmal auch Tränen“, sagte sie und blickte auf kleine und große Sternstunden, Begegnungen und Beziehungen zurück. „Die Familien werden von uns über einen langen Zeitraum begleitet“, zog sie Bilanz. Rund 500 Kinder haben in den vergangenen zwei Jahrzehnten die Einrichtung besucht. Teilweise wurde die Kita von Familien mit mehreren Kindern neun Jahre in Anspruch genommen, was sich als ein eindeutiger Vertrauensbeweis für die Erzieherinnen darstellt.

Ihr besonderer Dank galt den Kolleginnen Karin Gläser und Beate Tscheulin, die beide seit der Gründung der Einrichtung dabei sind und dazu beigetragen haben, „dass unser Kindergarten ein Ort ist, an dem sich Kinder und Eltern wohl fühlen“, sagte sie.

Beide Erzieherinnen arbeiteten von der Planung bis zur Einrichtung des Kindergartens aktiv mit und ließen sich auch durch manch schwierige Situationen in der Anfangszeit nicht entmutigen. Sie durften die ersten Kinder in der Einrichtung begrüßen und haben Kolleginnen und Kollegen kommen und gehen sehen. „Ich bin froh darüber, zwei solch kompetente und pflichtbewusste Kolleginnen in unserem Team zu wissen und hoffe noch auf viele gemeinsame Jahre mit ihnen“, sagte Konz.

Dabei wurde in den Jahren allen Beteiligten einiges abverlangt. Denn ein Arbeitstag mit Früh-, Spät, - Mittags- und Nachmittagsdienst muss personell gut abgedeckt sein.

Dazu werden immer mehr verschiedene Sprachkenntnisse erforderlich, das alles bedeutet Veränderung und Beständigkeit, Fortschritt und Innovation. Das Team des Ruhbäumchens ist immer bemüht, neue Standards zu entwickeln. Das Konzept wurde mehrmals überarbeitet, es wurde an der Qualitätsentwicklung der evangelischen Kirche Hessen und Nassau teilgenommen und der hessische Bildungsplan integriert.

„Dabei ist es unser Ziel, nach drei Jahren schulreife Kinder zu entlassen“, sind sich die Erzieherinnen einig. Und der Spaß am Spiel und am Lernen steht immer im Vordergrund.

Derzeit verfügt die Einrichtung über zwei Gruppen mit 25 Kindern im Alter von drei bis fünf und einer altershomogenen Gruppe mit 25 Kindern im Alter von fünf bis sechs Jahren. In jeder Gruppe arbeiten zwei pädagogische Fachkräfte sowie Praktikantinnen und Praktikanten.

Als ein gelungenes Fest bezeichneten alle Anwesenden den Tag und die Kinder genossen die besondere Feier ganz „ruhelos am Ruhbäumchen“.

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