Sanierung des Kreishauses

Landratsamt im Park?

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Viel Asphalt soll hier vorm Landratsamt verschwinden. Der umgestaltete Außenbereich soll parkähnlich werden und den Durchgangsverkehr eindämmen. Die Albinistraße wird ein Stück zum Amtsgericht hin (in Richtung des Radfahrers) verschwenkt.

Dieburg - Einen Bezug zur Innenstadt, dem Schulzentrum und dem angrenzenden Fechenbach-Park will die Kreisverwaltung mit der Neugestaltung der Grünflächen rund ums Kreishaus schaffen. Von Lisa Hager

Projektleiterin Ira Frank vom Gebäudemanagement des DADI-Werks hat die Pläne diese Woche im Parlament vorgestellt.

Insgesamt stieß das Vorhaben, der später einmal verschwenkten Albinistraße den Charakter der „Abkürzungsrennstrecke“ zu nehmen und die Flächen am Kreishaus mit den angrenzenden Grünbereichen der Stadt zu vernetzen, auf positive Resonanz. Ira Frank war als Vertreterin des Bauherrn, des Landkreises, zusammen mit Rainer Leiß von der Konzernsteuerung zur Sitzung der Stadtverordneten gekommen, um die Pläne anhand von Skizzen zu erläutern. Die Entwurfsplanung muss dem Kreistag noch zur Abstimmung vorgelegt werden.

Wie Frank erläuterte, will man den Fußweg für die Schulkinder sichern und die bestehenden Grünanlagen mit den am Kreishaus entstehenden Flächen vernetzen. „Es soll auch mehr Bezug zum Wasser geschaffen werden“, so die Projektleiterin. Das bedinge den Rückschnitt der Büsche und Hecken, die an den Teichen wuchern – Überbleibsel der historischen Wehranlage der ehemaligen Wasserburg. Alles soll heller werden, „zur Stadtmauer hin wird es kein dunkles Loch mehr geben“, hieß es. Der Übergang aus Richtung Fechenbach-Park zum Landratsamt müsse nicht nur optisch ansprechend, sondern auch sicher gestaltet werden, monierte Stadtverordnete Getrud Meyer-Sauerwein (SPD). Sie vermisste eine Querungshilfe für Fußgänger. Sie wies auch auf die Frequentierung durch die künftigen Bewohner des „Hauses Priska“ hin. „Wir werden eine Lösung finden, den Weg auch sicher zu machen“, versprach Bürgermeister Dr. Werner Thomas.

Auf wenig Begeisterung stieß die Gestaltung des Vorplatzes zwischen der neuen großzügigen Freitreppe des Landratsamtes und den angrenzenden Parkflächen der Stadt. In regelmäßigen Querstreifen sollen sich hier Straßenbelag und bepflanzte Beete abwechseln. „Das sieht aus wie eine Baumschule“, monierte beispielsweise Dr. Albrecht Achilles (FDP). Die Optik sei „wenig sympathisch, wenig natürlich“. Die Kreisvertreterin betonte, dass diese Skizze eine erste Vorplanung und durchaus noch veränderbar sei. Der Vorplatz soll zudem mit Bäumen und Hecken, Leuchtstelen und Sitzmöbeln auch zum Aufenthaltsort für Bürger werden. Ebenso wie das gesamte Landratsamt wird der Außenbereich behindertengerecht gestaltet. Ira Frank: „Der Platz, das soll alles aus einem Guss sein, um ihn auch vom Durchgangsverkehr zu befreien.“ Die Anwohner, so ist sie sicher, werden von dieser Verkehrsberuhigung profitieren. Der Innenhof des Landratsamtes, der hauptsächlich von den Mitarbeitern genutzt werden wird, soll einen intimeren Charakter bekommen. Mit den Arbeiten zur Verlegung der Albinistraße um rund 20 Meter Richtung „Haus Priska“ wird bereits Mitte Oktober begonnen. Die neue Trasse wird auf dem jetzigen unbefestigten Fußweg verlaufen.

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