Zwei engagierte „Kümmerer“, die es sportlich sehen

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Armin Lortz (vorne) und Daniel Petschkuhn (hinten) unterstützen den SC Hassia ab sofort bei Sponsorensuche und der Veranstaltung von Events. Im Juni soll es zur EM unter anderem Public Viewing geben.

Dieburg - Die Daueraufforderung lautet immer gleich: „Macht mal.“ Wer sich ehrenamtlich im Verein engagiert, dem mangelt es an guten Ratschlägen nur selten. Die Umsetzung und tatkräftige Unterstützung aber sind’s, an denen es oft fehlt. Von Jens Dörr

Beim SC Hassia bringen sich noch immer viele Dieburger Woche für Woche für die gute Sache ein. Doch auch die fleißigsten Helfer - angeführt insbesondere von den umtriebigen Vorstandsmitgliedern Hans-Friedrich Busch, Hubertus Euler und Detlev Struckmeier - gelangen irgendwann an ihre Grenzen. Mit Hallenturnieren, internationalen Juniorenturnieren unter freiem Himmel, Saisoneröffnung, Bewirtung bei Heimspielen, Zusammenarbeit mit Schulen und dem täglichem Aufrechterhalten von Infrastruktur sowie Trainings- und Spielbetrieb sind die Ehrenamtlichen inzwischen mehr als ausgelastet. Und doch könnte das Vereinsleben bei den Blau-Weißen in puncto Veranstaltungen künftig noch bunter werden: Im Event-Bereich sowie in der wichtigen Sponsorensuche hat ein Duo nun seine Mitarbeit zugesichert. Daniel Petschkuhn und Armin Lortz nehmen die Herausforderung an und haben dafür den Segen des Vorstands.

„Die Fokussierung auf die Jugend hat uns motiviert, was zu machen“, sagt Petschkuhn. Er ist langjähriger Hassianer, spielte noch bis zur Vorsaison in der zweiten Mannschaft des Sportclubs, wo er auch in der Jugend kickte. Er habe sich auch selbst an der Ehre gepackt gefühlt, als vor einiger Zeit der Vorwurf aufkam, die Aktiven des Vereins brächten sich zu wenig ein. Petschkuhns Stimme ist in diesen gewiss nicht einfachen Tagen für den SC Hassia eine von vielen, die den Entscheidern am Wolfgangshäuschen ein gutes Zeugnis für die Entscheidung ausstellen, (nicht vorhandene) Mittel künftig nicht mehr bei der ersten Mannschaft einzusetzen, sondern Nachwuchs und Infrastruktur eindeutig den Vorrang einzuräumen.

Dieburg eine zweite Heimat

Armin Lortz ist ein Freund Petschkuhns und wohnt in Fischbachtal-Steinau. Früher beruflich und heute sehr oft privat hat er in Dieburg dennoch eine zweite Heimat. „Ich sehe das sportlich“, blickt er auf die Aufgabe voraus, der Hassia bei der Sponsorensuche zu unterstützen. Die finanzielle Zukunft des Sportclubs trachtet er gemeinsam mit Petschkuhn auch durch neue Veranstaltungen auf dem vereinseigenen Areal in Dieburgs Westen zu sichern. Was auch zur Image-Pflege beitragen soll und langfristig angelegt ist: „Wir nennen das ganze Vorhaben ,Hassia 2017’“, so Lortz, der mit Petschkuhn die nächsten fünf Jahre ins Auge gefasst hat. Er sei sich sicher, dass eine mehrjährige Zusammenarbeit Früchte tragen werde und die Hassia schon jetzt den richtigen Weg eingeschlagen habe: „Ich finde es gut, dass die Konzeption existiert und auch so niedergeschrieben wurde, die Jugendarbeit zu forcieren und daraus langfristig möglichst ausschließlich die eigene Aktivität zu speisen.“ Da der Prophet im eigenen Lande bekanntlich eher wenig gilt, dürfte den Hassia-Vorstand dieses Lob eines Externen gewiss besonders freuen.

Hubertus Euler, Zweiter Vorsitzender des SC Hassia, hat mit Busch und Struckmeier dem Duo Petschkuhn/Lortz inzwischen volle Unterstützung zugesagt. Mit Blick auf die angespannte Haushaltslage des 99 Jahre alten Vereins weist Euler darauf hin, dass man aus eigener Kraft - ohne Petschkuhn und Lortz - am Limit angelangt sei, kaum mehr etwas auf der Einnahmenseite tun könne.

Das soll sich nun also ändern. Dazu beitragen sollen unter anderem Public-Viewing-Veranstaltungen zur EM im Juni (alle Deutschland-Spiele sowie alle Partien ab dem Viertelfinale), bei dem Petschkuhn und Lortz die Tribüne am Wolfgangshäuschen für eine echte Stadion-Atmosphäre einbeziehen wollen. Am 30. Juni soll es zudem eine große Veranstaltung auf dem Vereinsgelände - unter anderem mit drei Bands - geben (nähere Infos folgen).

Quelle: op-online.de

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