Schnelles Surfen auf der Glasfaser

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Eingestöpselt: Schuldezernent Christel Fleischmann nimmt das Breitbandnetz in Betrieb. Im Hintergrund: Markus Nickel, Geschäftsführer der Heag Medianet.

Dieburg (db) ‐ Das neue Schuljahr leitet für die rund 4 000 Schüler der Dieburger Schulinsel ein neues digitales Zeitalter ein: Am Donnerstag aktivierte Schuldezernent Christel Fleischmann den in der Landrat-Gruber-Schule stationierten zentralen Server für das neue Breitbandnetzwerk, das an das Glasfasernetz der Heag Medianet angebunden ist.

Von dem neuen Netzwerk profitieren auch die benachbarte Gutenbergschule, die Anne-Frank-Schule, die Gustav-Heinemann-Schule und die Alfred-Delp-Schule. Insgesamt existieren in den fünf Institutionen etwa 750 EDV-Plätze (zirka 2 000 im Landkreis).

Die Leistungen des schnellen Netzwerks erreichen derzeit rund 50 Megabit, können aber im Bedarfsfall auf ein Gigabit nach oben skaliert werden. „Mit dieser Ausstattung haben die Schüler sogar bessere Lernbedingungen als bei ihren Ausbildungsfirmen“, sagt Fleischmann.

„Normaler Unterricht war vorher nicht möglich“

Und das war auch nötig, wie der Schulleiter der LGS, Dieter Staudt, belegen kann, denn der Druck seitens der Lehrer und der über 2 000 Schüler sei im letzten halben Jahr enorm gewachsen: „Mit der vorherigen dezentralen Netzversorgung war normaler Unterricht nicht mehr möglich.“

Das bestätigt auch Markus Nickel, Geschäftsführer der Heag Medianet: „Vorher standen an diesem Standort etwa nur ein bis zwei Megabit zur Verfügung.“ Besonderes Ärgernis der Vergangenheit: Sobald ein Arbeitsplatzrechner ausfiel, musste er von fachmännischer Hand mühsam neu hochgefahren werden.

Breitbandversorgung mit kreisweitem Modellcharakter

Im Landkreis hat diese Breitbandversorgung Modellcharakter und bietet nun genügend Nährboden, um das eine oder andere Pilotprojekt anzugehen. Beispielsweise biete sich nun für die Schüler die Möglichkeit an, beispielsweise über das Medienzentrum Dieburg, verschiedene Lehrmaterialen und Filme via Internet anzufordern und zu nutzen.

Durch die neue Netzverbindung seien zudem Videokonferenzen zwischen schülerschwachen Ausbildungsgängen etwa zwischen der Berufsschule Dieburg und Darmstadt möglich.

Alles in allem kostete die digitale Veredelung rund 90 000 Euro, die aus dem Sonderinvestitionsprogramm des Landes Hessen stammen, wie Rainer Leiß, Abteilungsleiter E-Government beim Landkreis und Projektleiter für die bessere Netzversorgung der Dieburger Schulen, erläuterte.

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