Goetheschüler veranstalten Flohmarkt und werben weiter für „Projekt 400 mal 10“

Schüler beweisen Solidarität

Verschiedene Klassen der Dieburger Goetheschule bereicherten den Flohmarkt zugunsten Ayleens mit musikalischen Einlagen. Foto: jd

Dieburg (jd) - Am Samstag schloss sich in Dieburg ein Flohmarkt dem nächsten an. Nach der Großveranstaltung der Jungen Union (JU) Dieburg im Schlossgarten richtete die Goetheschule in unmittelbarer Nachbarschaft einen kleinen, aber feinen Basar aus.

22 Stände verzeichnete Annelie Kraft, stellvertretende Elternbeirätin der Klasse G6b, letztlich auf dem Schulhof. „Ein anderer Termin war leider nicht möglich“, antwortete sie auf die Frage, weshalb man am selben Tag wie die JU zum Stöbern im Trödel eingeladen habe. Andere Tage seien aufgrund von Abschlussfahrten und einigem mehr nicht gegangen. Doch auch so wurde es eine schöne Benefizaktion für die krebskranke Dieburgerin Ayleen Jelinek, die der Klasse G6b der Goetheschule angehört.

Nicht nur diese Klasse brachte sich derweil in Organisation und Rahmenprogramm mit Gesang und rhythmischen Einlagen ein. Verschiedene Altersstufen zeigten Solidarität mit der tapferen Zwölfjährigen, die mit aller Kraft ihrer Krankheit trotzt.

Auch Lehrer, Eltern und diverse „Küchenfeen“ halfen beim Flohmarkt mit, dessen Erlöse aus Standgebühr sowie Speisen- und Getränkeverkauf auf das Treuhänder-Konto überwiesen werden.

Diverse Sponsoren - der Sportkreis Dieburg (Hüpfburg), der inzwischen geschlossene „Löwenkeller“, die Bäckerei Enders, der Klasse Getränkemarkt, der Supermarkt Kosch sowie die Firma Lautenschläger - unterstützten die Veranstaltung ebenfalls.

Auf dem Flohmarkt und abseits davon warben Ayleens Klassenkameraden zudem in aussagekräftigen T-Shirts für das „Projekt 400 mal 10“, das derzeit anläuft. Da 4 000 Euro etwa die Summe ist, die Ayleens Familie monatlich für die Behandlung durch den Heilpraktiker aufbringen muss - die Behandlung durch die Frankfurter Uniklink bezahlt die Krankenkasse -, soll dieser Betrag durch das genannte Projekt künftig auf Zeit (bis zum Ende der Behandlung) gesichert werden. „400 Leute sollen per Dauerauftrag unbefristet zehn Euro pro Monat spenden“, erläutert Kraft. Man habe „nach etwas Langfristigem“ gesucht und im Klassenverband somit das Projekt ersonnen. Sobald Ayleen gesund sei, werde umgehend informiert und die Daueraufträge könnten gestoppt werden.

‹ Wer spendet, erhält neben der Quittung auch einen Aufkleber (zum Beispiel fürs Auto), auf dem die Hilfe verdeutlicht wird (Spendenkonto 110 131 786 bei der Sparkasse Dieburg, Bankleitzahl 50852651).

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