Goetheschule in Dieburg

Unfallfrei durch den Straßenverkehr

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Der Schulweg soll für Goetheschüler sicherer werden – speziell auch in unmittelbarer Nähe der Lehranstalt. Großer Verkehrstrubel herrscht morgens vor der ersten Stunde an der Goetheschule.

Dieburg - Der Schulweg soll für Goetheschüler sicherer werden - speziell auch in unmittelbarer Nähe der Lehranstalt. Von Jens Dörr 

Vor wenigen Wochen ereignete sich nahe der Schießmauer ein schlimmer Unfall, als eine Goetheschülerin wohl zu unachtsam die Straße überqueren wollte und dabei von einem Auto erfasst wurde.

Wer sich einmal morgens vor der ersten Stunde an Dieburgs 900 Schüler starke Bildungsstätte stellt – besonders in die Goethestraße nahe der Einmündung Friedrich-Ebert-Straße, braucht nicht viel Fantasie, sich die Entstehung eines solchen Unfalls vorzustellen.

Immer wieder laufen Schüler zwischen parkenden Autos hindurch auf die Fahrbahn, touchieren Busse beinahe den Bürgersteig, scheinen klare Verkehrsregeln für manche nur Empfehlungen zu sein. Bei einer Ortsbegehung, unter anderem mit Bürgermeister Dr. Werner Thomas, Schulleiter Christof Maruschka, Parlamentarier Sebastian Stöveken (Grüne), Vertretern der Ordnungsbehörde und Schulelternbeirats-Mitglied Günter Hüttig machten sich einige Offizielle ein persönliches Bild vor Ort und formulierten das Ziel: Der Verkehr an der Goetheschule soll sicherer werden.

Das soll einerseits über verstärkte Appelle an Schüler, Eltern und Busunternehmer erreicht werden, erläuterte etwa Hüttig. Mütter und Väter sollen etwa über den Elternbrief zur Vorsicht gemahnt werden. Auch ohne Blitzgerät ließ sich feststellen, dass der ein oder andere vor der Schule gewiss keine 30 Stundenkilometer, sondern deutlich mehr fuhr.

Auffällig auch, dass unter den zahlreichen Eltern, die ihre Kinder – an der Goetheschule sind sie zwischen zehn und 16 Jahre alt– morgens mit dem Auto zum Lernen bringen, nicht wenige einfach im absoluten Halteverbot zwischen altem und neuem Schulgebäude hielten, um ihre Sprösslinge teils in Seelenruhe aussteigen zu lassen. Nur wenige Meter weiter wäre das legal möglich – und nicht auf dem klar gekennzeichneten Angriffsweg der Feuerwehr.

Während es seitens des Ordnungsamts verlautete, dass Kontrollen an dieser Stelle verstärkt werden sollen, hatten die Bediensteten an diesem Morgen gegen halb acht binnen weniger Minuten mehrere Sünder notiert. Teils könnte es ein hartes Brot für die Mitarbeiter des Ordnungsamts werden – bei ähnlichen Kontrollen an der Marienschule stießen sie teils auf sehr wenig elterliches Verständnis. Bereits nachgestrichen wurden in den vergangenen Tagen die „30“-Markierungen auf der Fahrbahn der Goethestraße.

Thomas erteilte zusätzlichen Tempo-30-Schildern eine Absage – man könne „nicht alle zehn Meter ein Schild hinstellen“. In einer Besprechung mit der Polizei war einem Zebrastreifen zudem eine Absage erteilt worden. Auch persönlich herrschte bei Ex-Schulleiter Thomas Unverständnis darüber, dass Eltern ihren Schützlinge scheint’s jede körperliche Energieleistung vor der ersten Stunde abnehmen wollten: „Wenn das Halten direkt vor der Schule verboten ist, dann müssen die Kinder eben mal 100 Meter laufen!“

Sofern Ausschuss und Parlament entsprechende Beschlüsse fassen, könnte sich das Quartier rund um die Goetheschule 2014 oder spätestens 2015, wie Tiefbau-Experte Michael Dingeldey von der Stadtverwaltung erläuterte, ohnehin etwas wandeln: In Goethestraße, Kolpingstraße, Friedrich-Ebert-Straße und Konrad-Adenauer-Straße müssen dann die Kanäle saniert werden.

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