Aktionsbündnis plant öffentliche Veranstaltung

Schwimmbad-Debatte kommt in Gang

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Symbolbild

Dieburg - Die Zukunft des Schul- und Vereinsschwimmens in Dieburg ist ungewiss. Vor einer Stadtverordneten- versammlung zum Thema hat sich nun ein Aktionsbündnis gegründet, das sich für ein Hallenbad in Dieburg einsetzt. Von Ralf Enders

Am Donnerstag (22.) kommt das Stadtparlament zusammen. Auf der Tagesordnung steht unter anderem ein Schreiben des Wassersportvereins (WSV) Dieburg an den Magistrat. Darin skizziert der WSV einen Fahrplan zur Neueröffnung eines Trainingsbades als Ersatz für das noch bestehende Hallenbad an der Max-Planck-Straße, das aber Ende 2019 schließt. Wichtigster Punkt: Der WSV erwartet eine Absichtserklärung der Stadt, eine Bürgschaft von etwa 3 Millionen Euro zu übernehmen. Hintergrund: Die Hausbank des WSV will einen Kredit nur gewähren, wenn die Stadt die Bürgschaft übernimmt (DA vom 8. Februar).

Der Magistrat aber gibt diese Entscheidung an das Stadtparlament weiter. Das Gremium habe in seiner jüngsten Sitzung am Montag beschlossen, das Schreiben des WSV an die Fraktionsvorsitzenden weiterzuleiten, jedoch keinen Beschlussvorschlag zu geben, „der die Übernahme der Bürgschaft zum Inhalt hat“, wie Bürgermeister Frank Haus aus der Sitzung berichtet. Der Magistrat verweist vielmehr auf einen bestehenden Beschluss des Parlaments, dem WSV lediglich ein erschlossenes Grundstück für den Neubau zur Verfügung zu stellen.

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Belegung des Trainingsbades

Unterdessen macht ein Aktionsbündnis zu der Parlamentssitzung am Donnerstag mobil und kündigt eine Kundgebung vorm Rathaus an. Initiator ist der Dieburger Rechtsanwalt Christian Eidenschink, Vorsitzender des Fördervereins der Goetheschule und Mitglied im WSV. Für die Zukunft eines Trainingsbades scheine es düster auszusehen, meint Eidenschink, da die Stadt die Bürgschaft nicht übernehmen werde. Zudem scheue man sich, das Thema überhaupt zu diskutieren. Und: „Betrachtet man die bisherige Nutzung des Trainingsbades durch Schulen, Vereine, Senioren usw. wäre ein Totalverlust für unsere Stadt, aber auch für die Region als Ganzes, eine Katastrophe.“ Das Aktionsbündnis will am Donnerstag ab 18.30 Uhr vorm Rathaus präsent sein, „um die Situation zu besprechen und den Stadtverordneten die Wichtigkeit des Themas zu verdeutlichen“. Unterstützer und Interessenten sind willkommen.

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