Seit 50 Jahren für andere da

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Ein Festgottesdienst wurde gestern anlässlich des Priesterjubiläums von Pater Wolfgang (M.) gehalten. 

Dieburg - Einfühlsam, verständnisvoll und hilfsbereit sind nur einige der Worte, mit denen Bruder Wolfgang Drews von Freunden, Gemeindemitgliedern oder Ordensbrüdern beschrieben wird. Von Verena Scholze

Für viele Menschen ist er der Ansprechpartner und steht mit einem offenen Ohr und einem Rat immer zur Seite.

Welchen Stellenwert der 79-Jährige in der Gemeinde Dieburg besitzt, zeigte sich gestern: Anlässlich seines goldenen Priesterjubiläums hatten sich unzählige Menschen im Kapuzinerkloster versammelt, um gemeinsam mit dem Pater dieses Jubiläum zu begehen. Einige, die in der übervollen Kirche keinen Platz mehr fanden, standen unter Schirmen im Regen, um wenigstens bei dem Gottesdienst per Gehör dabei zu sein. In seiner Begrüßungsrede richtete Pater Wolfgang den Dank an seine Eltern, die seine Berufung, die er vor fünfzig Jahren fand, bejahten und ihn seinen Weg gehen ließen.

Rückblick auf die gemeinsame Zeit

Pater Harald, der extra aus Frankfurt angereist war, hielt einen Rückblick auf die gemeinsame Zeit, die er vor vielen Jahren mit Pater Wolfgang verbrachte. Als junger Postulant in Werne führte er ein Gespräch mit dem damaligen Postulatsleiter und brachte seine „fachmännische Weltanschauung“ zur Sprache. Bei dem Postulatsleiter handelte es sich - wie kann es anders sein - um Pater Wolfgang. Er hörte ihm ruhig zu, nickte ab und an bedächtig mit dem Kopf und ließ Harald seine Ansichten äußern, ohne eigene Impulse zu setzen. „Er hat mir geholfen, in Ruhe und Geduld zu reifen“, blickte Pater Harald voller Dank zurück. „Durch seine Persönlichkeit hat er Räume geöffnet und positive Anstöße gegeben“, sagte er und beschrieb Pater Wolfgang weiter als einen Mann, der in Ruhe und Bedacht Angebote macht und das Wachstum anderer fördert. Pater Harald freute sich, dass er auf Wunsch von Pater Wolfgang die Rede zur goldenen Priesterweihe halten durfte.

Bewegende Danksagung

Im Anschluss an den Gottesdienst, der durch den Kellerschen Männergesangverein umrahmt wurde, fanden sich die Gottesdienstbesucher und Gäste im Kapuzinerkloster ein, um dem Jubilar nochmals persönlich zu gratulieren. Unzählige Hände mussten geschüttelt werden und jeder hatte ein Wort des Dankes auf den Lippen und wollte Pater Wolfgang gerne persönlich eine paar Worte sagen. Viele Besucher, auch von außerhalb, waren gekommen, darunter auch aus Frankfurt, wo er einige Jahre Aufgaben als Pfarrer und Klostervorsteher innehatte. Unter Tränen küsste ihm ein Mann die Hände und dankte ihm für die Hilfe, die ihm Bruder Wolfgang vor Jahren zuteil hatte werden lassen.

Im Rahmen der Jubiläumsfeier fand gleichzeitig die Kapuzinerkerb statt, die bereits zum zehnten Mal von den Kapuzinern und der Kolpingfamilie veranstaltet wurde. Viele hilfreiche Hände hatten im Vorfeld den Aufbau im Garten des Klosters geleistet und diverse leckere Kuchenspenden mundeten den Besuchern. Leider machte das Wetter der Kerb einen kleinen Strich durch die Rechnung und man konnte die leckeren Speisen nicht im wunderschönen Klostergarten genießen, sondern ließ es sich im Inneren des Klosters schmecken.

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