120 Freizeitsportler machen sich vorm Jahreswechsel in Stadtwald auf

Silvesterlauf übertrifft alle Erwartungen

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Und los geht‘s – in mehreren Gruppen aufgeteilt starteten die Silvesterläufer zur Runde in den Dieburger Stadtwald.

Dieburg - Einmal mehr hat der Silvesterlauf alle Erwartungen übertroffen: Rund 120 Sportler machten sich am Samstagnachmittag zum Ausklang des Laufjahres im Stadtwald auf den Weg – das ist eine rekordverdächtige Beteiligung. Von Matthias Grimm 

Auch zwei Bürgermeisterkandidaten mischten sich unter das Laufvolk: Renee Exner und Frank Haus zeigten, dass sie nicht nur im Wahlkampf über viel Ausdauer verfügen. „Schon im Vorfeld hatten sich 86 Leute angemeldet und viele sind spontan gekommen“, freute sich Organisator Otto Sauer, während er nach dem Lauf in der neuen Gundersaalhütte nahe des Schützenhauses den Sportlern die wohlverdiente Stärkung reichte: Glühwein und Hefebrezeln. Einem Sternmarsch gleich waren die Sportler im Auto, in Vereinsbussen, auf dem Fahrrad und zu Fuß zum Startpunkt in den Urberacher Weg geströmt. Die Triathleten des VFL Münster „reisten“ traditionell joggend an, und auch viele Dieburger nutzten schon den Hinweg, um sich warmzulaufen. Den Vogel aber schoss Martin Duda aus Groß-Umstadt ab: „Ich habe meinen Sohn nach Schaafheim gefahren und bin dann hierher gelaufen.“ Nach dem Silvesterlauf aber ließ der 52-jährige Marathonläufer den „Cooldown“ etwas ruhiger angehen: „Jetzt laufe ich nur nach Umstadt zurück“, erzählte Duda beim wärmenden Après-Getränk.

Der Silvesterlauf ist kein Wettkampf, sondern jeder läuft in Gesellschaft Gleichgesinnter je nach Leistungsfähigkeit eine Stunde. Entsprechend bunt gemischt ist das Teilnehmerfeld: Marathonläufer, Triathleten, Walker, Hobbyläufer, Ballsportler ob jung, ob alt – der Vielfalt sind fast keine Grenzen gesetzt.

Daniel Rödler (39) ist in Dieburg noch als torgefährlicher Stürmer des SC Hassia in Erinnerung. Auf einer Abschlussfahrt seiner Mannschaft hatte er gewettet, an einem Marathonlauf in Mainz teilzunehmen: „Ohne jede Vorbereitung sind wir dann mitgelaufen“, erzählt er. Vom Virus „Ausdauersport“ von da an infiziert, bereitet sich Rödler derzeit auf einen Ironman-Triathlon vor. Im August in Hamburg ist es so weit, dann mutiert der auf dem Rasen nach eigenen Angaben nicht gerade laufstärkste Fußballer zum „Eisenmann“. Sein Trainingspartner Martin Anschütz (40) will es auch wissen, er läuft im Mai beim Gutenberg-Marathon in Mainz mit. Organisator Sauer hatte nach dem Lauf außer Glühwein und Brezeln eine Spendenbox bereitgestellt. Die Sportler konnten einen Betrag ihres Ermessens hineinwerfen, der Erlös kommt einem wohltätigen Zweck zugute.

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