Singend für optimistischen Blick geworben

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Mit ihm gemeinsam optimistisch in die Welt zu blicken, dazu rief Bürgermeister Dr. Werner Thomas beim Neujahrsempfang der Stadt auch in einem Lied am Ende seiner Rede auf. Als Lohn für seinen Gesang gab es anhaltenden Applaus und fröhliche Gesichter in den Publikumsreihen.

Dieburg ‐ Mit „What a wonderful world“ eröffnete Werner Utmelleki am Keyboard gestern den Neujahrsempfang der Stadt Dieburg. Einen uneingeschränkt rosigen Ausblick auf das Jahr 2010 konnten Bürgermeister Dr. Werner Thomas und Stadtverordnetenvorsteher Dr. Harald Schöning den Gästen im wieder einmal aus allen Nähten platzenden großen Saal des Schloss Fechenbach zwar nicht präsentieren. Von Laura Hombach

Doch der Tenor beider Reden war ganz klar ein Aufruf an Dieburgs Bürger, optimistisch in die Zukunft zu blicken und diese aktiv mitzugestalten. Für seine gesungene Umsetzung dieses Themas erntete der Bürgermeister denn auch zum Abschluss seiner Rede anhaltenden Applaus und hatte das Publikum zum Lachen und somit in Sachen positiver Grundstimmung schon einen ganzen Schritt weiter gebracht.

Jetzt sind die guten Zeiten, nach denen wir uns in zehn Jahren zurücksehnen“ hatte Schöning zu Beginn seiner Ansprache Sir Peter Ustinov zitiert. Ein Zitat, das nach Ansicht des Stadtverordnetenvorstehers darauf anspiele, dass im Rückblick stets die positiven Erinnerungen überwiegten, die damaligen Ängste und Sorgen vergessen seien. Zugleich stehe Ustinovs Ausspruch aber auch dafür, dass Veränderungen zum Leben gehören - ob man wolle oder nicht. Diese Veränderungen gelte es aktiv mitzugestalten, betonte Schöning. Das sei der beste Weg, wenn auch der, bei dem mit den größten Widerständen zu rechnen sei.

Auch die Dieburger Stadtverordneten stünden in diesem Jahr vor zwei Entscheidungen, die auf Widerstand bei den betroffenen Bürgern stoßen: Die Bebauung des Campus-Geländes und die Altenheim-Pläne der St. Rochus Stiftung. Bei beiden Projekten rege sich bei den Anwohnern Protest, bei beiden Projekten hätte die Stadtverordnetenversammlung die Möglichkeit sie zu verhindern, erklärte der Stadtverordnetenvorsteher. Andererseits seinen die Kommunen immer weniger dazu in der Lage, Projekte dieser Größenordnung selbst zu verwirklichen, wies Schöning auf die finanzielle Lage hin.

Auch der Bürgermeister griff die beiden Projekte auf, die 2010 wohl noch für Diskussionsstoff sorgen dürften. Er hoffe, dass sich hier Lösungen finden lassen, damit am Ende alle Beteiligten von einem guten Ergebnis sprechen könnten, so Thomas.

Uneingeschränkt positiv fiel dagegen der Blick beider Redner auf die weiteren Projekte des Jahres aus: Die Neueröffnung des Lebensmittelmarktes auf dem Altstadtgelände, der Rohbau der Stadthalle an gleicher Stelle, die Pläne für ein Seniorenzentrum auf dem Schlachthofgelände, der Bau eines Logistikzentrums an der B 26, die Zweifeld-Sporthalle Auf der Leer und die Untertunnelung des Bahnübergangs in der Frankfurter Straße.

Der Bürgermeister hob noch einmal zwei der Projekte hervor, die aus dem Stadtleitbildprozess hervorgegangen sind: „Barrierefreies Dieburg“ und „Klimaschutz und Energieeffizienz“. Nachhaltigkeit und Energieeffizienz müssten sich bei allen künftigen Projekten in den Bebauungsplänen wiederfinden, so Thomas. Auf Krisen hinzuweisen wolle er jetzt einmal ganz bewusst aussparen, erklärte er. „Vielmehr will ich sie heute dazu verleiten, die Dinge positiv zu sehen.“

Dieburg rentiert sich“, so der Bürgermeister. Ein Ergebnis, dass alle zusammen erreicht hätten. Und so ging sein Dank nicht nur an die städtischen Mitarbeiter, sondern auch an die vielen anderen Dieburger, die sich in Vereinen oder andernorts für ihre Stadt und deren Menschen engagieren.

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