„Solides Weitermachen“ bei der Wehr

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Die Freiwillige Feuerwehr Dieburg hat einen neuen Ausschuss. Angeführt wird der ab sofort vom neuen Stadtbrandinspektor Winfried Storck (unten links).

Dieburg - Was Anfang Februar noch gescheitert war, hat im zweiten Anlauf geklappt: Winfried Storck ist der neue Dieburger Stadtbrandinspektor. Von Jens Dörr

„Das damals war eine Protestwahl, das hatte nichts mit meiner Person zu tun“,ist sich der 46-jährige Brandmeister sicher und glaubt, dass zu diesem Zeitpunkt jeder hätte antreten können und gescheitert wäre. Doch unter die Querelen der Vergangenheit - da herrschte auf der Pressekonferenz am Donnerstagabend im Rathaus Einigkeit - soll nun ein Schlussstrich gezogen werden. Wobei Bürgermeister Werner Thomas von einem „soliden Weitermachen“ statt einem Neuanfang sprach.

Kurze Rückblende: Besonders in den vergangenen beiden Monaten hatte es Spannungen zwischen Magistrat und Bürgermeister auf der einen Seite und der Feuerwehr-Führung auf der anderen gegeben. Gegenstand der Streitigkeiten waren unterschiedliche Auffassungen etwa zur Ausstattung der Feuerwehr mit Fahrzeugen und Geräten gewesen. Auch innerhalb der Feuerwehr hatte es Unstimmigkeiten zwischen einzelnen Gruppen gegeben.

So ist es sicherlich ein positives Zeichen, dass im neuen Feuerwehrausschuss, der am Dienstagabend unter Ausschluss der Öffentlichkeit gewählt wurde, ein Querschnitt aus diesen Gruppen zu finden ist. Als Stellvertreter Winfried Storcks wählte die Einsatzabteilung und die Ehren- und Altersabteilung den 39-jährigen Holger Kern. Nils Weber ist der neue Feuerwehrausschusssprecher, Marius Grautel der Stadtjugendfeuerwehrwart. Die Ehren- und Altersabteilung wird im Ausschuss durch Hannes Vater vertreten. Als weitere Mitglieder des Feuerwehrausschusses fungieren Andreas Kläden, Michael Storck sowie Thomas Storck. Und auch Theo Beilstein, der die Aufgabe des Stadtbrandinspektors nach dem Rücktritt von Willi Enders kommissarisch übernommen hatte. Alle werden ihr Amt - so die Periode normal verläuft - für drei Jahre ausüben.

Im Rahmen der Glückwünsche an Winfried Storck, der schon 33 Jahre bei der Feuerwehr ist, betonte der Bürgermeister mit Blick aus dem Magistratszimmer hinaus auf die Brandruine am Marktplatz, es sei trotz der Komplikationen zuletzt immer sichergestellt gewesen, dass die Einsatzabteilung im Brandfall bereit war. „Das stand zu keinem Moment infrage“,so Thomas. „Und das hat man bei der tollen Arbeit rund um den Brand am Marktplatz eindrucksvoll gesehen.“

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