Sommerkino vorm Schloss

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Festivalstimmung auf dem Rasen: Vor dem Schloss feierten gutgelaunte Gäste das Open-Air des Filmclubs.

Dieburg - Sommerfeeling, Partystimmung, Kinospaß: An diesem Wochenende passte einfach alles zusammen. Bei diesen Attributen ließen die Gäste am Schloss Fechenbach nicht lange auf sich warten: Zur Open-Air-Veranstaltung des Filmclubs am Samstag strömten rund 250 Besucher. Von Ursula Friedrich

„Let me entertain you“, gab Olli Christ, Leadsänger der Rockband „Weastpak“ mit dem Kultsong von Robbie Williams die Parole des Abends vor. Während die Coverband vor der romantischen Kulisse des Schlosses „Gas“ gab, richtete sich das Publikum ein. Um das bevorstehende Filmevent „Slumdog Millionär“ zu erleben, wurden Klappstühle und Picknickdecken ausgepackt. „Endlich Sommer“, freuten sich Julian und Patrick, die sich ein Plätzen auf dem Rasen suchten, „Kino unter freiem Himmel ist echt super.“

Die Aktiven packten zum Kinospektaktel auch die Kamera aus.

Toll, dass so viele Leute kommen“, freute sich Taskin vom Filmclub der Jugendförderung, „unser Open-Air ist das Highlight in unserem Programm.“Im Schulterschluss mit dem Konzertteam des Jugendcafés organisierten die jungen Leute den Abend. „Sechzehn Helfer sind am Start“, sagte Stadtjugendpfleger Paul Huttarsch, und die hatten an der Kasse und den Getränkeständen alle Hände voll zu tun. „Das macht viel Spaß“, meinte Tabea, die hinterm Tresen in Aktion war. „Paul hat uns angeheuert“, lachte Carolin, die gerne mit an- packt, „obwohl ich gar nicht im Filmclub bin“.

Glücksfall für die Veranstalter: Die Zitterpartie, ob das Wetter halten würde, war rasch beendet. Bei sommerlichen Temperaturen ließ das Publikum nicht lange auf sich warten. „Openair-Kino machen wir schon seit den 90er Jahren“, so der Stadtjugendpfleger.

Pop und Rock mit „Weastpak“: Die quirlige Band mit Frontmann Olli Christ heizte dem Publikum ein.

Um die Veranstaltung noch professioneller durchzuziehen, holten sich die Dieburger starke Partner ins Boot. Das Kinospektakel ist inzwischen Teil der hessischen Veranstaltungsreihe „kinoSommer Hessen“. Dadurch profitiert die Filmclub-Crew vom technischen Equipment des Filmbüros Hessen. „Früher haben wir 16-mm-Streifen gezeigt und eine Leinwand aus Betttücher gebastelt“, schmunzelte Paul Huttarsch. Auf der neun mal 13 Meter großen Profileinwand flimmerte dann mit Einbruch der Dunkelheit der Oscar-prämierte Film. Allerdings muss es nicht immer Partyfeeling und Hollywood-Komödie sein. Die Filmclub-Crew - junge Leute zwischen 14 und zwanzig Jahren - beschäftigt sich derzeit mit einem eigenen Projekt. In Kooperation mit dem Stadtarchiv drehen die Jungfilmer eine Dokumentation über das „Jüdische Leben in Dieburg“.

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