Bundestagswahl 2013

Zimmermann jetzt wohl doch  im Bundestag

+
Jens Zimmermann.

Groß-Umstadt/Berlin - „Ich glaube erst richtig dran, wenn der Bundeswahlleiter am Mittwoch das Ergebnis offiziell feststellt. “ Mit noch verhaltener Freude äußerte sich gestern Jens Zimmermann gegenüber dem DA am Telefon.

Es ist zwar noch nicht amtlich, aber endgültig: Der 33-jährige Groß-Umstädter zieht überraschenderweise jetzt doch noch über die Landesliste Hessen in den Bundestag ein.

Obwohl der promovierte Wirtschaftswissenschaftler im Kampf ums Direktmandat gegenüber Patricia Lips (CDU) klar den Kürzeren gezogen hat, holt er jetzt doch noch ein Mandat über die Landesliste. Dort rangierte er auf Platz 15.

Die SPD hat gegenüber dem vorläufigen Ergebnis ein Ausgleichsmandat hinzugewonnen, nachdem die letzten Landeswahlausschüsse ihre Ergebnisse bekannt gegeben haben. Die Fraktion verfügt demnach über 193 Sitze. Damit erhöht sich die Zahl der Bundestagsabgeordneten auf 631. Weitere mandatsrelevante Änderungen gegenüber dem vorläufigen Ergebnis gibt es nicht.

Dem 33-jährigen Umstädter haben unter anderem 2852 nachträgliche Zweitstimmen für die SPD in Hamburg zum Sitz im Plenarsaal verholfen, den er laut vorläufigem Ergebnis ganz knapp verfehlt hatte. „Mein bester Freund, der in Hamburg lebt, hat die Bekanntgabe des Landeswahlausschusses auf meine Bitte hin mitverfolgt“, sagt Zimmermann. Er selbst war über die Internetplattform „wahlrecht.de“ auf die Problematik in Hamburg und die möglichen Konsequenzen für seine Person aufmerksam geworden. Auf Facebook und Twitter wurde schon viel spekuliert. Bislang hatte Zimmermann nur auf eine Chance als Nachrücker hoffen können. Das endgültige offizielle Wahlergebnis gibt der Bundeswahlleiter erst am Mittwoch (9.) in Berlin öffentlich bekannt. „Das werde ich mir schon persönlich anhören“, bejaht er eine entsprechende Frage.

Schafft Zimmermann den Sprung nach Berlin tatsächlich, wird der Wahlkreis Odenwald doch wieder von zwei Abgeordneten in Berlin vertreten. Der Babenhäuser Heinrich Kolb (FDP) hatte ja nach 23 Jahren sein Mandat verloren, die FDP die Fünf-Prozent-Hürde nicht geschafft (wir berichteten).

eha

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare