Spendenwelle spült Wasser auf die Moret

+
Die „Speeslochfinken“ sangen zusammen mit der Hauswartin der Moret, Anneliese Enders, einen auf „Wasser, Wasser, Wasser“ umgetexteten Abba-Song.

Dieburg (eha) ‐  Den Abschluss einer bislang in Dieburg beispiellosen Spendenaktion haben jetzt die Naturfreunde auf der Moret gefeiert. Mit einem „Dankeschön-Fest“ haben sie sich bei den Sponsoren bedankt, ohne deren Hilfe der Weiterbetrieb des beliebten Ausflugsziels auf Dieburgs „Hausberg“ in Gefahr gewesen wäre.

Naturfreunde-Vorsitzende Sabine Schröder und ihre Stellvertreter Volker Enders, der das Projekt als Bauingenieur fachlich begleitete, stoßen vor der Sponsorenwand auf den Erfolg an.

Vorsitzende Sabine Schröder ließ dabei die fast unglaubliche Geschichte, die den Titel „Wie kommt das Wasser auf die Moret?“ tragen könnte, noch einmal Revue passieren.  Die alte Wasserleitung zur Moret wurde nach dem Zweiten Weltkrieg von den Amerikanern gelegt. Immer wieder war es in den vergangenen Jahren zu Rohrbrüchen gekommen, die den Verein jedesmal um die 1 500 bis 2000 Euro kosteten. Die Leitung reicht von der Hühnerfarm über drei Kilometer hoch zum Naturfreundehaus. Die Kosten für eine dringend nötige Gesamtsanierung wurden anfangs auf rund 75 000 Euro geschätzt. Eine Summe, die der Verein allein nie hätte aufbringen können. Die Naturfreunde standen 2007 vor der Entscheidung, sich etwas einfallen zu lassen oder das beliebte Gästehaus in einigen Jahren schließen zu müssen. Wie aber sollte man technisch vorgehen? Zuerst wurde überlegt, den Waldweg aufzureißen, um die Leitung zu verlegen. Dann kam der stellvertretende Vorsitzende Volker Enders, der als Wasserbauingenieur die Umsetzung des Projektes plante und begleitete, auf eine kostengünstigere Idee: In das alte Rohr wird ein neuer, dünnerer Schlauch eingezogen. Das fortan geringere Transportvolumen wird mittels eines Wasserreservoirs vor dem Naturfreundehaus ausgeglichen. Damit wird in Spitzenzeiten die Versorgung unterstützt.

Die hohe Messlatte wurde gemeistert

Zeitgleich mit diesen Überlegungen starteten die Naturfreunde eine groß angelegte Rettungsaktion: Sie suchten Spender und Sponsoren - und tatsächlich wurde die hohe Messlatte erreicht. „Eine unvergleichliche Spendenwelle spülte tatsächlich 60 000 Euro in die Kassen des bedrohten Vereins“, sagte Schröder. Das habe letztendlich die Finanzierung des Projekts Wasserleitung gesichert.

Der Dank der Naturfreunde richtete sich jedoch nicht alleine an die Spender, sondern unter anderem auch an die Stadt Dieburg, die dem Verein bei der Realisierung des Projektes mit Rat und Tat zur Seite stand.

Neben sonstigen Erfrischungen fand jeder Besucher des „Dankeschön-Fests“ auf seinem Tisch auch einen Krug mit frischem Moretwasser vor: So konnten sich alle auch geschmacklich von der Qualität des „Moretwassers“ überzeugen.

Kommentare