Sport und Ernährung mit viel Sti(h)l

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Gut im Rennen ist Gerhard Rheiner in beruflichen und sportlichen Dingen: Als Bereichsleiter der Dieburger Vertriebszentrale des Motorsägen- und Gartengeräte-Produzenten Stihl setzt er sich für den Geschäftserfolg des Unternehmens ein.

Dieburg - „Sport ist Mord“ – diese These ist von gestern. Besser trifft es die Aussage, dass nur in einem gesunden Körper ein gesunder Geist stecken könne. Auch viele Dieburger oder in Dieburg Tätige sporteln eifrig, laufen, schwimmen, fahren Rad oder üben eine andere mehr oder weniger populäre Sportart aus. In der Serie „Sportlich unterwegs mit…“ porträtiert der DA in loser Folge lokale Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft, Vereinsleben, Kultur und Gesellschaft und berichtet, was sie - Sportliches und Nicht-Sportliches – zu erzählen haben. VonJens Dörr

Wer mit so viel Disziplin trainiert wie Gerhard Rheiner, bereitet sich meist auf ein konkretes sportliches Ziel vor. Beim Bereichsleiter der Dieburger Vertriebszentrale des Motorsägen- und Gartengeräte-Produzenten Stihl ist das anders: „Ich mache das ausschließlich für mich, bereite mich nicht auf einen Wettkampf vor.“Die 40-Kilometer-Strecke mit dem Mountainbike mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 25 Stundenkilometern abfahren – das ja. „Wobei mein Rekord bislang erst bei 24,12 Stundenkilometern liegt“, wie Rheiner lachend zugibt. Den Marathon, den er einst in Hamburg absolvierte, will er aber nicht mehr wiederholen.

Privat hält Gerhard Rheiner sich mit Mountainbikefahren, Joggen und gesunder Ernährung fit.

Und das, obwohl der 47-jährige Vater zweier Kinder, der seit 1997 in Dieburg wohnt, jeden zweiten Morgen um Viertel nach Fünf durch das Gersprenzstädtchen gen Nebenstrecke nach Darmstadt joggt. „70 Minuten bin ich da morgens unterwegs, bei der anschließenden Dusche fühlt man sich dann toll“, sagt der Mann, der direkt an den Geschäftsführer der Niederlassung mit ihren 260 Mitarbeitern berichtet. Rheiner kam 1993 aus Stuttgart zu Stihl nach Dieburg, stieg dabei vom Personalreferenten zum Bereichsleiter auf. Nach und nach wuchs sein Aufgabenspektrum: Zur Verantwortung für die Materialwirtschaft, die Vertriebslogistik und das Qualitätsmanagement kam mit der Zeit auch die Standortentwicklung hinzu. „Die liegt mir besonders am Herzen. Dazu gehört auch, dass wir unsere Schulungsgäste in der Nähe unterbringen können. Eine Stadt wie Dieburg braucht unbedingt ein Hotel.“ Alleine eine stattliche vierstellige Zahl an Teilnehmern von Lehrgängen begrüßt Stihl jährlich in der Robert-Bosch-Straße im Industriegebiet – bislang müssen die in Groß-Zimmern oder gar in Groß-Umstadt übernachten. Weitere Gäste und der Bedarf anderer Unternehmen noch nicht eingerechnet – „aber der Bürgermeister setzt sich sehr für das Hotel ein“, lobt Rheiner.

Dass sein Job bei der Position des gebürtigen Schwaben mit acht Arbeitsstunden täglich nicht erledigt ist, versteht sich von selbst. „Genau deshalb brauche ich auch den Sport als Ausgleich. Wenn man im Leben zufrieden sein will – das ist jedenfalls meine Meinung – muss die Balance zwischen Körper und Geist stimmen.“

Den Körper halte er durch Laufen und Radfahren fit, früher war der 47-Jährige auch 20 Jahre lang bei der DLRG aktiv. „In der Region Rhein-Neckar war ich damals der Jüngste, der ein Vorstandsamt bekleidete“, schmunzelt Rheiner. 18 Jahre alt war er da. Bei den Stuttgarter Kickers betrieb er Leichtathletik.

Die Vereinsarbeit war Rheiner, der sich in Dieburg inzwischen „bestens integriert“ fühlt, ohnehin schon immer wichtig. „Die funktioniert aber nur, wenn sich die Eltern der Nachwuchs-Mitglieder engagieren.

Neben dem Sport sieht er auch die Ernährung in einer Schlüsselrolle für ein gesundes Leben. Dabei berücksichtigt er beim Essen vor allem seine Blutgruppe. „Das Blut ist der Kraftstoff“, hat die Führungskraft verinnerlicht. Nachhaltig geht Rheiner indes nicht nur privat vor, sondern auch bei Stihl: „Die Entscheidung für die Erweiterung unseres Standorts war eine langfristige“, betont er. Da lasse man sich auch von der Wirtschaftskrise nicht beirren. „Ich bin guten Mutes, was unser zukünftiges Geschäft betrifft.“

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