Sport motiviert zu mehr

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Köpfe einziehen: Die 9. Klasse bewies ihr waghalsiges Können auf dem Minitrampolin.

Dieburg ‐ Eine vierte Klasse der Goetheschule erreicht den Eingang der Schlossgartenhalle und positioniert sich in Reih und Glied. „Ihr könnt noch nicht rein. Euer Pate fehlt noch“, ruft Peter Odenweller von drinnen. Von Dirk Beutel

Jede Grundschulklasse hat einen so genannten Paten aus einer höheren Klasse zugeteilt bekommen, der sich die Verantwortung für die Schüler - etwa bei Veranstaltungen - mit dem Lehrer teilt.

Die Schüler sollen soziale Kompetenz lernen. Das ist ein Grundprinzip unserer Gesamtschule und wichtig für die Gemeinschaft und das Schulklima“, erklärt der angehende Sportlehrer Miro Kozul. Er gehört außerdem zu den Schöpfern der ersten Sportpräsentation der Goetheschule mit dem Titel „I like to move...“.

Alle vierten Klassen eingeladen

Eine Stunde lang präsentieren am Donnerstagmorgen rund 120 Schüler der Goetheschule in der Schlossgartenhalle, was sie im Sportunterricht gelernt haben, und das für ein ausgesuchtes Publikum: alle vierten Klassen der Gutenberg- und Marienschule wurden für die Premiere eingeladen.

Stabile Leistung: Die Akrobatikgruppe zeigt eine neue Form der menschlichen Pyramide.

Während die vierte Goetheschul-Klasse von ihrem Paten abgeholt wird und auf ihre Zuschauerplätze zusteuert, haben die fünften und sechsten Klassen bereits die Tribüne eingenommen, die G5 und F5 haben sich auf dem Hallenboden ausgebreitet. In einer Hallenecke hat Sportlehrerin Dagmar Riecke ihre Bodenturngruppe im Blick: Lisa Wenzel (12) und Sabrina Steineck (13) aus der siebten Klasse machen sich gerade warm.

Hoß: „Sogar der Auf- und Abbau funktionierte optimal“

Dann plötzlich laute Musik - die Show beginnt. Untermalt von hämmernden Bässen und vibrierenden Grooves führen die Schüler mit Akrobatik, Tanz, Jonglage und beeindruckenden Kunststücken auf dem Minitrampolin durch eine Stunde volles und durchstrukturiertes Programm, ohne Atempause.

Die Haupt- und Realschulzweigleiterin der Goetheschule, Marlo Hoß, ist begeistert: „Sogar der schnelle Auf- und Abbau der Weichböden und von anderem Sportmaterial funktionierte optimal.“

Schüler für das Gelingen verantwortlich

Tatsächlich waren die Schüler selbst für den Erfolg des Sportprojektes verantwortlich. In drei bis vier Doppelstunden hatten die Klassen ihre Nummern und die Organisation vorher einstudiert.

Vom Türdienst, der Programmplanung bis zur Musiktechnik - kein Lehrer war zugange“, ergänzt Miro Kozul, der eine Fortsetzung der Vorstellung „I like to move...“ verspricht.

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