Sporthalle für die Schulinsel

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Eine Ausgabe des Dieburger Anzeigers mit weiteren Zeitdokumenten in den Grundstein gelegt: Bürgermeister Dr. Werner Thomas (von rechts), Schuldezernent Christel Fleischmann und Landrat Klaus Peter Schellhaas unterstützt von Schülern.

Dieburg ‐  Strahlende Gesichter an einem strahlenden Sommertag bestimmten die Grundsteinlegung für die neue Zwei-Feld-Sporthalle hinter der Gutenbergschule, die gestern über die Bühne ging. Von Lisa Hager

„I'm walking on sunshine“, intonierte die Band der Alfred-Delp-Schule, während sich manche Gäste einen zum Sonnenschutz umfunktionierten Regenschirm über den Kopf hielten.

Der Bau der teilbaren fast 1 000 Quadratmeter großen Sporthalle mit Nebenräumen (200 Quadratmeter) ist eine Koproduktion von Stadt und Landkreis. Der Anstoß für die schnell und unbürokratisch in die Wege geleitete Maßnahme kam über das Sonderinvestitionsprogramm des Landes Hessen, über das die Baumaßnahme gefördert wird.

Die Hallenkosten von 2,4 Millionen Euro teilen sich Stadt Dieburg (1,6 Millionen) und der Kreis (800 000 Euro) im Verhältnis 2:1. Dazu kommen rund 600 000 Euro für eine Hackschnitzelheizanlage, die der Kreis gesamt übernimmt. Damit sollen später einmal die gesamten Gebäude der „Schulinsel auf der Leer“ klimaneutral geheizt werden, wie Schuldezernent Christel Fleischmann berichtete. Der Brennstoff dafür komme aus umliegenden Sägewerken.

„Eine schmerzhaft klaffende Lücke geschlossen“

„Dieburg entwickelt sich immer mehr zu einem einzigartigen Schulstandort im Kreis“, sagte Landrat Klaus Peter Schellhaas. Und er lobte vor allem die Tatsache, dass es nie politischen Streit über die Großprojekte gegeben habe, mit denen man die „Schulinsel“ kontinuierlich ausbaue. Mit der neuen Zwei-Feld-Halle werde im Schulsport eine schmerzhaft klaffende Lücke geschlossen. „Die Engpässe bei den Belegungszeiten können damit ein Stück weit beseitigt werden“, sprach der Landrat eine große Hoffnung aus. Das nächste Großprojekt werde dann der Neubau der Gutenbergschule auf dem jetzigen Parkplatz sein, warf Schellhaas einen Blick in die Zukunft. Zu lösen sei dabei noch die Frage der zu schaffenden Ersatzstellplätze. Am jetzigen Standort der Gutenbergschule werde dann ein zentraler Großparkplatz entstehen, von dem auch Dieburgs Bürger und Besucher profitierten.

Die Kooperation zeige wie gut das Verhältnis zwischen Stadt und Landkreis sei, betonte Bürgermeister Dr. Werner Thomas in seiner Ansprache. „Das war nicht immer so“, fügte er hinzu. Die Aufteilung der Finanzierung sei ein „fairer Kompromiss, denn die Dieburger Vereine nutzen die Halle ja auch abends und am Wochenende“.

Stadtverordnetenvorsteher Dr. Harald Schöning erinnerte daran, dass auch die Entscheidung für das Kooperationsmodell mit dem Kreis im Dieburger Parlament einstimmig und schnell gefallen sei, obwohl die Stadt den Löwenanteil an der Baumaßnahme aus eigenen Mitteln finanzieren müsse.

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