Programm für 56. Schlossgartenfest steht weitgehend fest 

Stadt organisiert Vergnügungspark

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Die Buden und Fahrgeschäfte für den Vergnügungspark hat in diesem Jahr die Stadt Dieburg zusammengestellt. 

Dieburg - Man kann nicht eben behaupten, die Menschen in Dieburg und Umgebung würden derzeit überhäuft mit Werbung für das 56. Dieburger Schlossgartenfest. Von Jens Dörr

Nein, mit Ausnahme einiger Banner, die die Stadt hoch über einige Straßen gehängt und darauf den 21. bis 24. Juli als diesjährigen Termin proklamiert hat, war bislang fast nichts zu erfahren über das viertägige Heimatfest. Was in den kommenden Tagen anders wird, wie mit Stephan Blumenschein der Marketingbeauftragte des ausrichtenden Unternehmens Gastronomie Hamel-Zelt verspricht.
Mitte der Woche soll endlich umfassend plakatiert werden, auch der Austausch mit der Presse ist ins Rollen gekommen. Bislang herrschte in Dieburg Verwunderung, weshalb das Fest, das auch in Zeiten nach der Ausrichtung durch die größten Vereine der Stadt bei gutem Wetter noch tausende Besucher anzulocken vermag, kaum für sich warb. Wohinter freilich weder Lustlosigkeit noch böse Absicht steckt: Unter anderem durch die Teilnahme am Darmstädter Heinerfest steckte das kleine Kernteam um Festwirtin Ilona Böhm zuletzt schlicht ziemlich im Stress. Seit einigen Tagen sind die Antennen aber ganz gen Dieburg gerichtet. Und hinter den Kulissen wird trotz allem schon seit Monaten geplant.

Was vor allem zu zwei markanten Veränderungen gegenüber den vergangenen beiden Jahren, in denen die Mannheimerin Böhm (unter anderem nach einem Intermezzo des bayrischen Festwirts Franz Widmann) bereits für das Schlossgartenfest verantwortlich zeichnete, führen wird. Die erste Neuerung ist organisatorischer Natur und dürfte die Besucher nur am Rande interessieren: Erstmals während der Zusammenarbeit mit Böhm kümmert sich die Stadt Dieburg, die über ihren Magistrat stets auch als offizieller Veranstalter des Ereignisses auftritt, um die Attraktionen für den Vergnügungspark, der traditionell den nördlichen Teil des Festplatzes im Schlossgarten einnimmt. Schießbude, Kinderbahn, Kinderkarussell, Autoscooter, zwei Fahrgeschäfte auch für ältere Gäste sowie einige Stände seien bereits verpflichtet, sagt Ulrike Posselt vom Kulturamt. Sie alle hätten nach der offiziellen Ausschreibung den Zuschlag erhalten. Mit dem Autoscooter zum Zuge kommt auch der Offenbacher Schaustellerbetrieb der Firma Ferling, mit dem es in jüngerer Vergangenheit einen Dissens gegeben hatte, wer denn nun unter welchen Bedingungen ein Anrecht auf einen Platz beim Schlossgartenfest besitze. Nicht mehr geben wird es das Ponyreiten für Kinder, das im Vorjahr Tierschützer auf die Barrikaden rief. „Das war aber alles vom Veterinäramt genehmigt, den Tieren ging es gut und sie konnten nachts im Schlossgarten grasen“, stellt Posselt nochmal heraus.

Während sich derlei hinter den Kulissen abspielt(e), wird eine andere Neuerung für jedermann gleich sichtbar: Diesmal bedient eine Bühne an der Südseite des Festzelts sowohl die drinnen sitzenden Besucher als auch jene im Biergarten auf der anderen Seite. Je nachdem, wo das Gros der Leute wetterbedingt zu finden ist, können sich die Künstler zu einer anderen Seite hin ausrichten. Passé ist die Aufmachung wie im Vorjahr, als es noch zwei Bühnen gab: eine im Zelt, das bei gutem Wetter oft leer war, und eine im Biergarten, wo freilich bei Regen kein Staat zu machen war.

Bilder: Schlossgartenfest in Dieburg

Mit Leben erfüllt werden soll das 56. Dieburger Schlossgartenfest nicht nur durch Fahrgeschäfte, Buden, süße und herzhafte Schlemmereien sowie bierselige Gemütlichkeit drinnen und draußen. Vor allem mehrere Bands sollen wieder zur Unterhaltung beitragen. Am Freitagabend spielen wie im Vorjahr die Groovemonkeys Partyrock, am Sonntagabend machen die Fuchshecker Stimmungs- und Gaudimusik und am Montagabend treten Ramba Samba auf und lassen das Genre schon durch ihren Namen erahnen. Hinzu kommen am Samstag ab 12 Uhr Strange Affair unplugged, am Sonntag ab 11 Uhr die Darmstädter von En Haufe Leit sowie am Montag zum Frühschoppen Let’s Swing, wobei Dieburger und Groß-Umstädter Jazzer gemeinsam auf die Bühne gehen.

Dort wollen auch die Tänzerinnen der „Moonlights“ von der Dieburger Dance Company ihr Können zeigen. Ansonsten hätten sich Dieburger Gruppen und Vereine mit einer Beteiligung am Heimatfest sehr zurückgehalten, bedauern die Macher. Einzig der Karnevalverein habe angeboten, wieder eine Schicht lang beim Zapfen zu helfen.

Das Programm für den Samstagabend soll derzeit noch nicht verraten werden. Zum Frühschoppen am Montag ist indes wieder der Ausschank von vergünstigtem Bier geplant – entsprechende Spenden vorausgesetzt. Ab dem späteren Abend legen zudem in der Bar neben dem Festzelt diverse DJs auf. Den Betrieb der Bar hat Festwirtin Ilona Böhm an ein anderes Unternehmen vergeben. Den Abschluss bildet am Montagabend ein von der Stadt bezahltes Höhenfeuerwerk.

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