Stihl ist voll auf Wachstumskurs

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Rund 300 Gäste ließen sich die Technik des neuen Logistikzentrums der Stihl-Vertriebszentrale im Industriegebiet erklären.

Dieburg - „Mit dem neuen Logistikzentrum legen wir ein Bekenntnis zum Standort Dieburg ab und sichern die 260 Arbeitsplätze“, sagte Norbert Pick, Geschäftsführer der Stihl Vertriebszentrale bei der Einweihung des riesigen Gebäudes im Industriegebiet. In Dieburg existiert nun die weltweit zweitgrößte Stihl-Vertriebszentrale, sie ist außerdem die größte Europas. Von Ursula Friedrich

Für den Standort Dieburg spräche die zentrale Lage sowie die gute Straßenanbindung, so Pick bei einer Betriebsführung, bei der auch das 40-jährige Firmenjubiläum von Stihl mit 300 Gästen gefeiert wurde. Die Firma verfügt weltweit über 32 Vertriebsgesellschaften von Brasilien bis China und ist in 160 Ländern vertreten.

Der Neubau in Dieburg ist mit einem Investitionsvolumen von über 25 Millionen Euro die größte Bauinvestition in der Geschichte der deutschen Stihl-Vertriebstochter. Die Inbetriebnahme der neuen Gebäude ist für kommendes Frühjahr vorgesehen. Hans Peter Stihl, persönlich haftender Gesellschafter, betonte bei der Feier: „Die Einweihung des neuen Logistikzentrums ist sichtbarer Beweis unseres Vertriebserfolgs im deutschen Markt. Ich erwarte, unseren Wachstumskurs auch in Deutschland fortzusetzen.“

Zahlen und Fakten

Die deutsche Vertriebsgesellschaft in Dieburg erzielte 2008 einen Umsatz von rund 230 Millionen Euro. Die Produkte werden grundsätzlich über den servicegebenden Fachhandel vertrieben. Das Unternehmen wurde 1926 gegründet und hat seinen Stammsitz in Waiblingen bei Stuttgart. Stihl erzielte 2008 mit über 10 000 Mitarbeitern weltweit einen Umsatz von 2,14 Milliarden Euro.

Pick dankte den Mitarbeitern für den großen Beitrag am Unternehmenserfolg. „Mit dem neuen Logistikzentrum schaffen wir eine wichtige Voraussetzung für unsere Wettbewerbsfähigkeit“, sagte er. Der Bau wurde unfallfrei, kosten- und termingerecht fertiggestellt. Die Brutto-Nutzfläche der Logistik beträgt rund 25 000 Quadratmeter. Das Fördersystem für die kommissionierte Ware hat eine Gesamtlänge von 1,2 Kilometern. Der scheidende Landrat Alfred Jakoubek freute sich bei der Feier über die Entscheidung: „Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten hat diese Entscheidung eine positive Signalwirkung für den östlichen Teil unseres Landkreises und trägt zur Stärkung des Standortes Darmstadt-Dieburg bei.“ „Die Stadt Dieburg begrüßt die Entscheidung von Stihl für den Standort Dieburg sehr, und wir sind froh, dass dieser Entschluss vor der Wirtschaftskrise getroffen wurde“, sagte Erster Stadtrat Wolfgang Schupp. Bemerkenswert sei der zügige Baufortschritt. Und auch die Stadt Dieburg mache ihre Hausaufgaben: die Planungen für den Kreisel in der Gewerbestraße seien weit vorangetrieben. „Es ist geplant, dass zur Inbetriebnahme des Logistikzentrums im Frühjahr der Kreisel fertig gestellt ist.“

Der Stihl-Umsatz im deutschen Markt hat sich in den ersten drei Quartalen des laufenden Jahres entgegen dem Branchentrend positiv entwickelt und liegt leicht über dem Vorjahresniveau. Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten vertrauten die Kunden auf bewährte Marken, erklärte Hans Peter Stihl. Man wolle sein Geld für wertbeständige Qualitätsprodukte anlegen.

Stihl ist in Deutschland Marktführer bei Motorsägen und Trennschleifern. Das Gartengerätesortiment „Viking“ liegt mit Benzinrasenmähern im Fachhandel in der Spitzengruppe und strebt an, Nummer 1 zu werden.

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