Wegen technischen Defekts vorerst geschlossen

Störfall legt Freibad lahm

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Banger Blick zum Schwimmbad: Wegen eines technischen Defekts muss die Anlage in den nächsten Tagen geschlossen bleiben – und dies nicht zum ersten Mal.

Dieburg - Die erste Hitzewelle ist angekündigt und genau jetzt macht die Technik im Schwimmbad schlapp. Betroffen von der Schließung sind auch die Sportler, die sich beim Triathlon messen wollten. Von Stefan Scharkopf

Temperaturen um die 30 Grad, eine Abkühlung wäre hilfreich, und nun dies: Das Ludwig-Steinmetz-Bad bleibt wegen eines Störfalls in den nächsten Tagen geschlossen. In der Nacht vom 24. auf den 25. Mai kam es nach Darstellung der Stadt Dieburg zu einem Störfall: Der Schwimmerschalter der Hebeanlage hatte sich festgeklemmt, so dass das zurücklaufende Wasser nicht abgepumpt werden konnte. Dadurch stieg der Wasserpegel im Technikkeller an und überflutete alle Beckenpumpen, was über den Fehlerstrom-Schutzschalter zu einer Stromunterbrechung geführt hat. Die Beckenpumpen müssen nun alle ausgebaut und getrocknet werden. Dies wird einige Tage in Anspruch nehmen und hat zur Folge, dass das Schwimmbad in den nächsten Tagen geschlossen bleiben muss. Ein Hinweisschild am Eingang macht auf das Ungemach aufmerksam. Einige Besucher machten ihrem Ärger auch Luft: „Nicht schon wieder. Peinlich...“

Am Eingang zum Ludwig-Steinmetz-Bad wird auf die derzeitige Schließung hingewiesen.

Doch nicht „nur“ die üblichen Schwimmbadgäste sind betroffen, Auswirkungen hat die Schließung auch auf den am Sonntag (28.) stattfindenden Triathlonwettbewerb. Henning Müller, Geschäftsführer der Sportwärts UG und Veranstalter des Wettkampfs, erarbeitete mit seinem 10-Freunde-Team eine Alternative, sodass die Veranstaltung ohne Schwimmen als Duathlon durchgeführt werden kann. Die neuen Distanzen sind nun: Lauf 1 über 2,3, Rad über 18 und Lauf 2 über 4,2 Kilometer.
Müller wurde am Donnerstagsmorgen von dem Störfall im Freibad informiert. „Nach ein paar Telefonaten mit Bürgermeister Dr. Werner Thomas hat sich relativ früh abgezeichnet, dass die Veranstaltung nicht wie geplant ablaufen kann“, sagte er auf Anfrage unserer Zeitung. Zuerst war Müller etwas geschockt, wie er sagt, doch dann ging es gleich an die Umplanung: „Wir müssen wohl leider akzeptieren, dass es manchmal Situationen gibt, die wir trotz akribischer Vorbereitung und Planung nicht kontrollieren können.“ Am Donnerstagabend stellte er die alternative Konzeption ins Internet und informierte die angemeldeten Teilnehmer per Rundmail. Auf der Facebook-Seite äußerten die Triathleten zwar ihre Enttäuschung, doch nahmen sie es im Wortsinne „sportlich“, wie Müller am Telefon meint.

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Wichtig für alle, die am Sonntag auf die Piste gehen: Bei den zeitlichen Abläufen ändert sich nichts, ebenso wenig beim Check-In, Radfahren, in der Wechselzone, beim zweiten Laufen oder im Ziel. Start ist jetzt eben nicht mehr mit dem Schwimmen im Freibad, sondern mit dem ersten Lauf im 500 Meter entfernten Schlossgarten.

Eine Ausnahme gibt es aber für Anfänger: Wem die 2,3 Kilometer zu viel sind, der kann alternativ auch nur eine Runde unter die Sohlen nehmen, also 1,2 Kilometer. Allerdings können diejenigen nicht um einen der Pokale für die drei erstplatzierten Teams teilnehmen. Es bleibt aber bei der offiziellen Wertung.

„Die Mitarbeiter des Ludwig-Steinmetz-Bades arbeiten mit Hochdruck, und auch die für die Betreuung der Pumpen zuständige Firma wird alles unternehmen, damit das Bad so schnell wie möglich wieder in Betrieb gehen kann“, lässt die Stadtverwaltung derzeit verlautbaren. Zunächst müsse aber damit gerechnet werden, dass dies bis Mitte nächster Woche dauern wird. Sobald ein Termin für die Wiederaufnahme des Betriebs genannt werden kann, will die Stadt diesen auf ihrer Homepage bekanntgeben.

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