300 strampeln sich auf drei Strecken ab

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Radeln in der Fußgängerzone war nicht nur erlaubt, sondern erwünscht.

Dieburg ‐ Manchmal täuschen sich auch erfahrene Persönlichkeiten wie Helmut Schelter und Silke Klotz, die bereits seit fünf Jahren zu den Organisatoren der „Kleinen Tour der Hoffnung“ zählen und mit dem Radfahr-Event für den guten Zweck Positives für die Gesellschaft bewegen.  Von Jens Dörr

Denn vor dem Start der Tour gestern Morgen auf dem Dieburger Marktplatz hatten beide noch gemeint, während der Fahrt würde sich das Feld zahlenmäßig kaum noch erweitern, obwohl ein Einstieg in die Touren an den Zwischenstationen möglich ist.

Eine Stunde später kam der Anruf von Klotz, die sich über die 60-Kilometer-Strecke auf den Drahtesel schwang: „In Reinheim sind noch 50 Leute eingestiegen.“

Auch dank dieser Fahrer waren es letztlich rund 300 Sportler auf den Strecken über 30, 60 und 100 Kilometer Distanz, wie Klotz bezifferte.

Gelassene Erwartung des Startschusses auf dem Marktplatz. Foto: Dörr

Auf dem Marktplatz hatte Schelter noch eine leichte Enttäuschung über die Zahl der Teilnehmer angedeutet - das Wetter sei wohl „zu schön“, vermutete er. Von den erhofften 500 Fahrern war man ebenfalls ein gutes Stück entfernt - letztlich fand die „Kleine Tour der Hoffnung“ aber doch wieder erfreuliche Resonanz.

So etwa bei einem 15-köpfigen Team des OTLG von VW im Dieburger Industriegebiet-Nord. „Wir haben neben dem Radfahren auch Laufen in unserem Betriebssport“, so Karlheinz Schirber. Jeder Abteilungsleiter übernehme dabei eine Gruppe. Auch einen Fußball-Cup gebe es bei den Volkswagen-Logistikern.

Da geht's lang! Die Tour-Organisatoren Silke Klotz und Helmut Schelter.

Bevor Schirber und seine Kollegen in die Pedale traten und beim Aufbruch mit der Sonne um die Wette strahlten, waren auf dem Marktplatz zahlreiche Prominente vorstellig geworden: Neben Alexander Leipold, Bundestrainer im Ringen, waren dies etwa Radfahr-Bürgermeister Dr. Werner Thomas und Volker Klein, der bei der großen „Tour der Hoffnung“ als Organisator im Boot ist. Das Original findet in diesem Jahr vom 10. bis 14. August in Hessen und Bayern statt, wobei die Dieburger keine Nachmacher sind, sondern die gute Sache mit ihrem Angebot ergänzen.

Einer der Nutznießer der „Kleinen Tour der Hoffnung“ wird Dr. Bernhard Lettgen sein, der sich an der Darmstädter Kinderklinik für den Kampf gegen die Leukämie engagiert. Die Spenden, die insbesondere die Teilnehmer der Tour geben, landen zunächst bei den Veranstaltern der großen Tour, die sie dann weiterreichen.

In Dieburg mit von der Partie waren wieder einige Radsportler aus Rüsselsheim, die mit historischen Rädern die Strecke in Angriff nahmen. Chris Bennett sang wieder das Lied zur Tour.

Den Erlös der Veranstaltung - im Vorjahr waren es immerhin 7000 Euro - geben die Organisatoren in Kürze bekannt.

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