Dieburger Studentenfilm bei der Berlinale

Berlin - Simon Prager und Martin Köhler, zwei Studenten aus Dieburg, stellen ihren zehnminütigen Animationfilm Gravel auf der Berlinale vor.

Gravel, eine alte weise Schildkröte, durchstreift eine öde Wüstenlandschaft auf der Suche nach Wasser. Er trifft auf einen Bieber, mit dem er sich zuerst gar nicht gut versteht, doch angesichts einer plötzlichen Katastrophe sind die ungleichen Charaktere gezwungen zusammen zu arbeiten um ihr Leben zu retten.

Wie für Anmiationsfilme typisch, wird die Geschichte ganz ohne Dialoge erzählt. Sie lebt von den Eigenarten der skurrileren, liebevoll animierten Figuren, doch diese zum Leben zu erwecken war nicht immer leicht: „Über sechs Moante haben wir jeden Tag 14 Stunden an dem Film gearbeitet“, erzählt Simon Prager. In jeder Minute Film stecken also umgerechnet etwa 40 Stunden Arbeit.

Besucher lachen und klatschen

Simon, der aus Groß Gerau kommt war zuständig für die Animationen, sprich für alles was sich im Film bewegt, von der Mimik der der Figuren bis hin zu den gewaltigen Szenen in denen die Festlandschaft der Wüste in sich zusammenfällt. Martins Aufgabenbereich war breiter gefächert, unter dem Oberbegriff der Creative Direktion war er für den Look des Films verantwortlich.

Dafür reiste er sogar bis den den Spessart, um dort Sandstein zu fotografieren. Diese Fotos wurden dann über die von Simon gebauten Landschaften gelegt, um einen natürlichen Effekt zu erzeugen. Dass sich die ganze Arbeit gelohnt hat, merken die beiden, als die Kinobesucher klatschen und (an den geplanten Stellen) zu lachen beginnen. Sie sind stolz, ihren Film bei der Berlinale neben den ganz großen Streifen aus Hollywood zu sehen.

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