Ein Sturz und viele Spenden

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Starter der 100-Kilometer-Tour bei der Abfahrt vom Marktplatz in Dieburg.Fotos (2): Dörr

Dieburg (jd) ‐   Den Rekord bei der Teilnehmerzahl hatten Silke Klotz und Helmut Schelter, die Organisatoren der „Kleinen Tour der Hoffnung“, sicher schon bei der verheerenden Wettervorhersage für den Sonntag abgeschrieben. Von den 400 Teilnehmern im vergangenen Jahr war man denn auch weit entfernt - 170 dürfen angesichts des launigen Petrus' dennoch als klasse Wert verbucht werden.

Sie alle schwangen sich am Sonntagmorgen auf die Drahtesel (wir berichteten), um Strecken von 30, 60 oder 100 Kilometern in Angriff zu nehmen. Zuvor hatten Organisatoren und Prominente - darunter Volker Klein, der die eigentliche „Tour der Hoffnung“ organisiert - sich zusammen mit Schlagersänger Chris Bennett musikalisch auf das Ziel des Tags eingestimmt: Sport zu machen und die Geselligkeit zu pflegen, vor allem aber Geld zu sammeln und aufmerksam zu machen, dass jeder Euro im Kampf gegen Kinder-Leukämie bestens investiert ist.

Die Endsumme soll zwar erst in Kürze feststehen, dennoch gab Silke Klotz schon einmal erste erfreuliche Zahlen bekannt: 1 600 Euro wurden auf dem Marktplatz an Spenden und freiwilligem Startgeld eingesammelt, die Raiffeisenbank steuerte bei der Tour-Station in Schaafheim 750 Euro bei. 500 Euro entrichtete in Groß-Bieberau ein Veranstalter von Flohmärkten zugunsten krebskranker Kinder, die Rüsselsheimer Radler mit ihren historischen Gefährten überreichten 270 Euro. Beim Abschluss auf dem Trapezteichfest der Sängerlust hatte auch Stadtrat Wolfgang Schupp für die Stadt einen Beitrag zur Summe nicht vergessen.

Spendenübergabe an die „Große Hoffnung“

Mit historischen Drahteseln gingen die Fahrer des RC aus Rüsselsheim an den Start.

Insgesamt hat alles super geklappt, wenn es auch einige platte Reifen gab“, resümierte Klotz. Viel Lob habe man nach der Rundfahrt von Beteiligten erhalten. Tolle Unterstützung hätten vor allem Johanniter und Rotes Kreuz geleistet, nur einmal mussten deren Sanitäter eingreifen: Ausgerechnet Guido Kretschmer, Ex-Weltklasse-Zehnkämpfer und ebenfalls für die gute Sache gewonnen, hatte einen Unfall. „Der geschah im Zusammenhang mit einem Fahrer, der nicht zur Gruppe gehörte“, so Klotz. Kretschmer war auf der 60-Kilometer-Strecke unterwegs, erlitt eine Beckenprellung, hielt nach Aussage des Ausrichters nach der Behandlung aber durch und fuhr weiter. Das Geld, das auch unterwegs an verschiedenen Stationen gespendet wurde, wird an die „Große Tour“ übergeben mit der Empfehlung, es „regional“, an die Darmstädter Kinderklinik zu spenden.

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