Team-Triathlon

Spaß und Spitzensport

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Mit Volldampf in die Wechselzone: Unter besten Bedingungen starteten gestern beim Triathlon 140.6 Dieburg die Athleten.

Dieburg - Der Team-Triathlon lockt mehr als 1200 Athleten auf die Strecke und wird erstmals von der Sonne verwöhnt. Von Jens Dörr

„Vielleicht ist das eine von den Schwimmerinnen, die hier jeden Morgen ihre Bahnen ziehen - und die noch nicht bemerkt hat, dass Triathlon ist“, witzelte gestern Vormittag Rainer Hackenberg. Als einer von 150 Helfern stand der Dieburger am Beckenrand Spalier und deutete auf eine Wettkampfteilnehmerin, die ihre 400 Meter im Wasser in aller Seelenruhe im Rückenschwimmen absolvierte. Was bei uneingeschränkter Stilartwahl erlaubt war und die Bandbreite der Veranstaltung vor Augen führte: Der Dieburger Triathlon 140.6 Team war auch bei seiner dritten Auflage am Sonntag ein Ereignis für jedermann.

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Nach teils schaurigem Wetter in den Vorjahren wurde die Veranstaltung des Dieburgers David Thomas und des Darmstädter Ex-Olympiers Sebastian Dehmer erstmals von der Sonne verwöhnt - was auch in noch größeren Zuschauerzahlen und in noch weniger kurzfristige Rückzieher gemeldeter Teilnehmer mündete. 1 320 Sportler in 120 Teams - in der Addition ihrer Distanzen absolvierten sie stets einer Triathlon-Langstrecke - hatten vorab das Startgeld überwiesen. Noch nicht einmal der übliche Zehn-Prozent-Aderlass war am Wettkampftag zu verzeichnen. 1 200 Teilnehmer stürzten sich schlussendlich auf die 50-Meter-Bahnen im Freibad, auf die Wendepunkt-Radstrecke zwischen Polizeistation und Klein-Zimmern (18 Kilometer pro Teilnehmer) und die 4,2 Laufkilometer im Schlossgarten.

Bis zu elf Athleten durfte ein Team melden, die besten zehn Zeiten wurden addiert. „Lucky’s Eleven“ nannte sich dann auch eine Gruppe des Dieburger TV um Übungsleiter Andreas Luckhardt, hatte allerdings mit kurzfristigen Absagen Pech, so dass sie am Morgen zu neunt starten musste. Nur ein kleiner Wermutstropfen allerdings: Jeder Sportler wurde auch einzeln gewertet, im Gesamt- sowie Altersgruppen-Klassement gelistet und gegebenenfalls auch in der Stadtmeisterschaft.

Die Laune ließen sich die zu „Lucky’s Nine“ degradierten Sportler ebenso wenig verderben wie Dieburgs Toptriathletin Claudia Fiebig-Keller, die sich noch stärkerer Konkurrenz als beim zweiten Platz 2013 gegenübersah und ihre Zeit des Vorjahrs knapp verpasste. In der ersten Startgruppe setzte aus Dieburger Sicht unter anderem Patrick Meister - als Dritter unter den 88 Startern, die um 9 Uhr den Auftakt auf den acht Langbahnen gemacht hatten - ein Ausrufezeichen.

Hochzufrieden war auch sein Teamkollege Felix Schreiber: Der Dieburger, der für die zweite Triathlonmannschaft des VfL Münster in der 5. Hessenliga startet, jubelte über Rang vier seiner Startgruppe und resümierte: „Optimales Wetter, gute Organisation, einfach eine coole Veranstaltung.“ Dem pflichtete auch Matthias Sattig bei. Der aus dem Schwimmen kommende Dieburger hatte zwar kaum Raum fürs Training gefunden, sich aber von seinem Vater spontan das Rennrad „geklaut“ („Das ist älter als ich mit meinen 27 Jahren“) und in rund 65 Minuten eine beachtliche Zeit hingelegt.

Strahlemann war auch Organisator Dehmer, den neben den äußeren Bedingungen, der Bereitschaft der ehrenamtlichen Anpacker (neben dem DRK half erstmals auch das THW aus Michelstadt mit) das eingehaltene Startversprechen etwa der beiden „Eisenmänner“ Frank Vytrisal (Darmstadt) und Ex-Profi Sascha Krücke freute. „Beide haben sich auf dem Rad eine rasante Jagd geliefert“, so Dehmer, bei Olympia 2004 in Athen für die Bundesrepublik am Start, über den Spitzensport vor Dieburgs südlichen Toren. Gesamtsieger wurde Marc Neumann in der Männer- und Alexandra Behrens in der Frauenwertung (beide Darmstadt). Schnellste Mannschaft wurde das „Frizz-Team“.

Quelle: op-online.de

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