Auf „Kult-Tour“ am Wochenende die Kunstszene der Stadt erleben.

Tiefe Einblicke in die Ateliers

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Martin Konietschkes Atelier ist eines der insgesamt fünf „Kunst-Locations“ in Dieburg, die am Wochenende für Besucher offen stehen.

Dieburg (eha) ‐ Der Kultursommer Südhessen bietet auch in diesem Jahr einen Einblick in die Kunstszene Südhessens. Insgesamt 95 Künstler öffnen am 18. und 19. September ihre Pforten, um Interessierten einen „Blick durch das Schlüsselloch“ zu gestatten. Zu sehen gibt es eine Palette der unterschiedlichsten Techniken und Objekte: Malerei, Zeichnung, Radierung, Graffiti, Skulptur, Lithographie, Fotografie, Installation, Plastik, Keramik, Mosaik, Rocailles (Glasperlen), Steinwerkzeug, Glas, Schmuck, Filzen, textile Handwerkskunst, Kalligrafie, Drechseln, Bildhauerei, Schmuckpapiere, Seidenmalerei und vieles andere.

In einigen Ateliers besteht auch die Möglichkeit mit anzupacken und bestimmte Techniken - auch im Rahmen von Workshops für Erwachsene und Kinder - einmal selbst auszuprobieren. Vielleicht entdeckt der Eine oder die Andere ein neues Hobby oder versteckte Fähigkeiten.

Zahlreiche Ateliers bieten neben Werkstattgesprächen noch zusätzlich Begleitveranstaltungen mit Musik, einer Lesung oder einem Vortrag an. Auf jeden Fall können Interessierte in zwangloser Atmosphäre mit Kunstschaffenden der Region in persönlichen Kontakt treten.

Im Landkreis Darmstadt-Dieburg sind es 14 Ateliers, die ihre Türen öffnen. Und in Dieburg selbst sind auch wieder fünf „Kunst-Locations“ mit dabei.

P Elke Bergerin (Altheimer Straße 48, z 0174/5310146) zeigt Malerei und Zeichnungen aus den Jahren 2009 und 2010. Sie arbeitet unter anderem mit Öl, Mischtechniken, Tusche, Aquarell. Geöffnet ist am Samstag (18.) von 11 bis 17 Uhr und am Sonntag (19.) von 11 bis 16 Uhr.

P Das Atelier Hénon (Kunstschule Sue und Sylvain Hénon) in der Mühlgasse 3, z 21613, behauptet: „Zeichnen kann jeder“. Dort können Interessierte am Samstag und Sonntag jeweils von 14 bis 16 Uhr selbst unter Anleitung Pinsel oder Stift schwingen. Bei dem kostenlosen Workshop kann jeder Erwachsene mitmachen. Das Material wird gestellt, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. „Der Workshop ist für alle Kunstinteressierten gedacht“, sagt Sue Hénon. „Man muss nur die Ärmel hochkrempeln und mitmachen.“ Das Atelier ist für Besucher an beiden Tagen von 12 bis 19 Uhr geöffnet. Die Hénons zeigen Bilder zum Thema „Reisen“ und „16 Jahre Kunst“ im schon so lange bestehenden Atelier. Sie zeigen aber nicht nur eigene Werke, sondern auch die von Kindern und Erwachsenen, die ihre Kunstschule besuchen. Eine kleine Erfrischung wird gereicht. Für Kinder gibt es eine extra Ecke, wo sie ihrer Fantasie malerisch Ausdruck verleihen können.

P Hauptsächlich Bronze-Plastiken, Radierungen und Zeichnungen sind im Atelier von Martin Konietschke im Steinweg 43, z 82 00 90, zu sehen. Geöffnet ist seine Werkstatt an beiden Tagen von 11 bis 20 Uhr.

P Ellen Terjung in der Weimarer Straße 5, z 2 27 73, zeigt ebenfalls an beiden Tagen von 11 bis 18 Uhr textile Collagen und Bilder aus Stoff - traditionell und in freier Gestaltung - sowie die hohe Kunst des Quiltens. „Auch im Garten hängt so manche Überraschung“, sagt sie.

P Und in der Werkstatt von Günter Grosch (Friederike-Nadig-Straße 24, z 82 02 23) kann man sich am Sonntag (19.) von 15 bis 18 Uhr im experimentellen freien Malen versuchen. Grosch stellt dafür Gouache-Farben und Offsetpapier an großen Malwänden zur Verfügung. „Man soll die Leichtigkeit und Freude des Schöpferischen erleben“, sagt er.

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