Timber Sports-Vorführung am Schlossgartenfest

Da läuft die Motorsäge heiß

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Der Reinheimer Stephan Odwarka trainierte bei den Timbersports-Vorführungen auf dem Schlossgartenfest auch für die Deutschen Meisterschaften am kommenden Samstag in München.

Dieburg - Beim Dieburger Schlossgartenfestwurde außergewöhnliche Action geboten: Die Top-Sportholzfäller Stephan Odwarka, Nils Müller und Svenja Bauer brachten ihre Zuschauer mit ihren Shows, bei denen die Sägespäne nur so spritzten, zum Staunen.

Mit ihrer packenden Vorstellung der Königsklasse im Sportholzfällen beeindruckten sie durch Schnelligkeit und Präzision in den verschiedenen Axt- und Sägedisziplinen.

Die packende Action der „Stihl Timber Sport Series“ war an beiden Haupttagen des Schlossgartenfestes auf einem speziellen Areal zu sehen.

Bei den Shows der Königsklasse im Sportholzfällen stellten die drei Top-Athleten Stephan Odwarka, Nils Müller und Svenja Bauer ihr Können mit messerscharfen Äxten und Sägen unter Beweis. Neben der Demonstration der einzelnen Disziplinen erfuhren die Besucher zudem Geschichten und Hintergründe zu dieser außergewöhnlichen Sportart, die auf die Tätigkeiten früherer Waldarbeiter zurückgeht.

Extremsport auf dem "Springboard"

Dass Sportholzfällen echter Extremsport ist und neben Kraft und Ausdauer auch viel Technik und mentale Stärke fordert, wurde besonders beim „Springboard“ deutlich. Mit schmalen Trittbrettern erklommen die Sportler hier einen zwei Meter hohen Stamm, um dann an der Spitze einen Block mit wuchtigen Axtschlägen zu durchtrennen.

Beim „Standing Block Chop“ und „Underhand Chop“ galt es dann, mit den handgeschliffenen Wettkampfäxten einen stehenden beziehungsweise liegenden Block von beiden Seiten zu zerteilen. Auch hier wurde wieder die jahrelange geübte Technik deutlich, als die Athleten mit jedem genau platzierten Schlag große Holzstücke herausarbeiteten.

Brachiale Motorenkraft kam dann bei der „Hot Saw“ zum Einsatz. Die Sportler müssen hier die enorme Leistung von über 65 PS beherrschen, die die Kette dieser extrem getunten Motorsäge auf 240 km/h beschleunigt. Dabei steht ihnen an dem 46 Zentimeter dicken Stamm ein schmaler Bereich von nur 15 Zentimetern Breite für drei Scheiben („Cookies“) zur Verfügung, die nach wenigen Sekunden zu Boden fallen. Doch jedes Überschneiden würde zur Disqualifikation führen und so wird den Athleten höchste Konzentration abverlangt.

Selbstversuch an der Säge

Interessierte durften auch ihre eigenen Fähigkeiten unter Beweis stellen. Die Sportler luden die Zuschauer ein, sich selbst an der „Single Buck“ zu versuchen. Diese zwei Meter lange Zugsäge erfordert einen gleichmäßigen und dynamischen Zug, um mit den lasergeschnittenen und handgeschliffenen Zähnen sauber durch das Holz zu sägen. Hier zeigte sich, wer bereits Erfahrung mitbrachte. Am Ende durfte jeder sein eigenhändig gesägtes Cookie mit nach Hause nehmen. Und auch sonst wurde nichts verschwendet: Das Holz stammt aus speziellen Nutzholz-Plantagen und wird immer vollständig weiterverarbeitet.  eha

Näheres zu der Sportart gibt es hier

Schlossgartenfest in Dieburg

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