Tipps vom „Seewolf“

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Sebastian Koch mit Hochschul-Präsidentin Maria Overbeck-Larisch (l.) und Media-Dekanin Andrea Krajewski an seiner Seite.

Dieburg ‐ Der Bart ist ab, und auch sonst wirkt Sebastian Koch nicht mehr wie der brutal-intelligente Robbenschlächter, als der er am Abend zuvor im öffentlich-rechtlichen Fernsehen noch über die Mattscheibe flimmerte: Am Campus Dieburg gibt sich der „Seewolf“ zahm. Von Jens Dörr

Im Rahmen des „Media Monday“, ausgerichtet von den Studiengängen Digital Media und Media Direction, kam Koch am Montag ins Gersprenz-Städtchen, stand im Kino des Campus zunächst den Medienvertretern Rede und Antwort und dann Studenten, Professoren und Gästen im Foyer der Aula.

Dort reichten die Sitzplätze nicht aus, und Professor Alexander Kehry stellte in seiner Begrüßungsrede fest, dass sich auch viele hochschulfremde Besucher unter die Akademiker gemischt hätten.

Erstes Engagement am Staatstheater Darmstadt

Die Pressevertreter lässt Koch zunächst zwar fast eine Stunde lang auf sein Erscheinen warten, den Interview-Marathon mit Presse und TV in Kino des Campus’ Dieburg meistert er dann aber profihaft. „Leider habe ich meist viel zu wenig Zeit, um die angehenden Medienschaffenden an den Hochschulen zu besuchen“, bedauert der Hauptdarsteller des „Seewolf“-Zweiteilers, in dem er Kapitän Wolf Larsen verkörpert. Dabei sei ihm das sehr wichtig und er würde das gerne öfter machen. In Dieburg sei er zum ersten Mal, obwohl er einst vier Jahre in Darmstadt am Staatstheater spielte. „Mein erstes Engagement“, erinnert sich Koch. Dem aber zahllose weitere folgten: Ob die Rolle im Meisterwerk „Das Leben der Anderen“ oder in „Rennschwein Rudi Rüssel“ – an Referenzen mangelt es dem 47-Jährigen wahrlich nicht.

„Man sollte auf jeden Fall bei sich bleiben“

Die nächsten Termine und Veranstaltungen rund um den „Media Monday“ auf dem Mediencampus Dieburg finden Sie hier. Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist frei.

Aktuell sei er mit einem Projekt in England beschäftigt. Die Frage nach dem Grund für seine Erfolge beantwortet der zunächst selbstbewusst-distanziert wirkende, nach einer Weile aber immer sympathischere Schauspieler wie folgt: „Man sollte auf jeden Fall bei sich bleiben, nicht so viele Kompromisse machen.“ Doch eigentlich wolle er gar nicht so viele Ratschläge geben, obwohl sich diese vor allem die Media-Studenten von ihm wünschten. „Denn wer hört schon auf Ratschläge“, lächelt Koch. Den Weg von Dieburg nach Hollywood müssten die Kreativen vom Mediencampus jedenfalls selbst gehen.

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