180-Euro-Preis winkt für die richtige Prognose / 2011 bekam Berti 160 Tipps

Tollitätenbörse: Der Kurs steigt

Einen 33-teiligen Präsentkorb im Wert von 180 Euro hat Berti Grimm für den Sieger des diesjährigen Tollitäten-Börse ausgelobt. Foto: Dörr

Dieburg - . „Der Zulauf wird immer etwas größer“, blickt Bernd „Berti“ Grimm zurück. Der Macher der Dieburger Fastnachts-Website www. dibborsch. de meint damit den vielleicht kultigsten Part seine Angebots im World Wide Web: die Tollitäten-Börse. Von Jens Dörr

Ab heutigem Montag darf wieder spekuliert werden, wer in dieser Kampagne das Prinzenpaar sein und die Narren regieren wird. Die Börse läuft dann bis zum 18. Februar.

Erneut werden Dutzende Karnevalisten versuchen, das zu schaffen, was bisher niemandem gelang: im Rahmen der Tollitäten-Börse sowohl Prinz als auch Prinzessin richtig zu prognostizieren. Das hat weniger mit der Ahnungslosigkeit der Mitspieler zu tun als mit der Fähigkeit des KVD, auf zumindest einer Position zu überraschen. Zumindest Prinz oder Prinzessin wurde bereits zigfach korrekt vorhergesagt. Als Bettina Oberhuber Hoheit wurde, hatten darauf 60 Leute gesetzt, erinnert sich Grimm. Im vergangenen Jahr hatten sechs Mitspieler der Börse auf Prinzessin Kerstin Prächter gewettet - allerdings niemand auf Gregor Knapp, den Prinz. Nochmals zum Zulauf: Im vergangenen Jahr verzeichnete die Börse auf www.dibborsch.de 10 000 Seitenaufrufe. 160 Narren spielten mit. „Es werden immer doppelt so viele Prinzen wie Prinzessinnen getippt“, hat Grimm in seinen Auswertungen festgestellt. Dadurch, dass er den aktuellen Stand des Wettgeschehens in lustigen Geschichten zusammenfasst, sorgt er für weitere Verweildauer auf seiner Seite. Wobei es ihm nicht um die Masse, sondern um den Spaß an der Dieburger Fastnacht gehe, wie der Träger der „Holzisch Latern“ betont.

Grimm kann sich vorstellen, dass sogar noch mehr Menschen an seiner Börse spekulieren würden. „Viele wissen aber keine Prinzessin“, glaubt er. Einen möglichen Prinzen habe dagegen jeder auf dem Schirm: „Diese Kandidaten sind einfach bekannter, weil ja deutlich älter als die möglichen Prinzessinnen.“

Nichtsdestotrotz werden auch in diesem Jahr wieder einige weibliche Namen zahlreich und hoch gehandelt werden. Wenig wundern würde es, wenn das Narrenvolk die nachfolgenden jungen Damen wieder zu Favoritinnen erköre: Katharina Albert, Annika Fink, Sabrina Brandt, Svenja Schäfer und Jessica Allmann. Das muss angesichts der Kreativität des KVD-Prinzenkomitees wenig heißen - ebenso wie bei den üblichen Verdächtigen unter den Männern. Hier werden mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit Markus Enders, Thomas Jung, Lutz Hoffmann, Rainer Eicke und Oliver Rebel besonders viele Stimmen auf sich vereinen. Grimm selbst hält sich mit Prognosen vollständig zurück. Ihm ist sehr daran gelegen, dass die Börse einerseits sauber verläuft, sich der KVD durch sie andererseits nicht in seiner Entscheidung beeinflussen lässt.

Das Mitglied der Brunnebuzzer hat in diesem Jahr aufs Neue einen Preis für jenen ausgelobt, der die Börse gewinnt. Sollten mehrere das Paar oder eine der Tollitäten richtig vorhersagen, wird gelost. Ein Sieg rentiert sich 2012 mehr denn je: Der Preis, das „Do-it-yourself-Wellness-Paket für Fastnachter“ hat einen Gesamtwert von 180 Euro. Neben zwei Gutscheinen gehören 31 weitere Präsente zum 33-teiligen Paket - vom Prosecco über Bade-Konfetti bis hin zum Fitness-Magazin. Sponsore sind die Gärtnerei Spieß, das Friseurteam Gottwald, der KVD, der „Löwenkeller“ und Berti Grimm selbst.

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