Top-Kerbborsch gesucht

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Gestandene Dieburger Mannsbilder stellen sich der Wahl zum „Kerbborsch 2010“.

Dieburg (ves) ‐   Dass einige der besten Ideen am Stammtisch geboren werden, zeigte sich wieder einmal am Samstagabend. Wenn es nach den Anwesenden ginge, so dürfte „die Kerb gar kein Ende nehmen“, sagte Gast Walther in feuchtfröhlicher Stimmung.

Das Wetter war wie geschaffen für eine gesellige Nacht im Freien, die Besucher alle in bester Stimmung und die Gnadenkapelle spielte fröhlich auf: So gesellig präsentierte sich die Dieburger Kerb in der „Stoawäjer Stubb“. 

Bereits zum zweiten Mal unternahm Wirt Walter Kern den Versuch, das Traditionsfest wiederzubeleben. „In meiner Kindheit wurde immer Kerb gefeiert“, erinnert sich der Inhaber der Gaststätte im Steinweg. Die traditionelle Veranstaltung verlief sich dann irgendwann in den Jahren - Fastnacht, Schlossgartenfest und Martinsmarkt liefen ihr den Rang ab. Dass der Bedarf noch da ist, zeigten die Besucher, die mit Rufen wie „Wem ist die Kerb?“ die Stimmung anheizten. „Sicherlich spielt da auch Nostalgie eine Rolle“, sinnierte der 58-jährige Rainer.

„Erotischer Kalender“ auf der Damentoilette

Profi-Fotoshooting im Hinterhof. Fotograf Peter Haust vorne) lichtet die zukünftigen Models ab. Hier sind es Fritz Gullery (sitzend) und Carlo Schott. Wirtin Birgit Schäfer assistiert.

Einen Höhepunkt des Abends versprach eine Casting Show der besonderen Art und begeisterte vor allem die Damen. „Wir suchen den Kerbborsch 2010“, verkündete Wirtin Birgit Schäfer. Aber nicht nur einer wurde gesucht, nein, gleich ein ganzes Dutzend. Sollten doch diese attraktiven Männer einen „erotischen“ Kalender für die Damentoilette bebildern. Mehr oder weniger freiwillig fanden sich letztendlich 17 Kandidaten, die sich den kritischen Blicken der Jury, bestehend aus Anita Elger, Doris Münz und Sabrina Brandt stellten. In bewährter Manier übernahm Jürgen Schaarvogel die Moderation und stellte die Kandidaten vor. Uwe, der sein Alter nicht verraten wollte; Achim, der in seinen Geburtstag hinein feierte; Bürgermeister Dr. Werner Thomas, der sich nicht entscheiden konnte, ob er die Startnummer 6 oder 9 hatte; Ernesto, der gleich zu Beginn nackte Haut präsentierte und die Jury ins Schwitzen brachte. Dazu kamen Fritz und Carlo, die als Duo auftraten und gemeinsam 152 Jahre auf dem Buckel haben.

Bei einem Fotoshooting im Hof stellten sich die Kandidaten der Jury, mehr oder weniger überzeugend. Während es der eine mit Charme probierte, unternahm der andere einen Bestechungsversuch in Form von Sekt für die Jury. Die blieb jedoch unerbittlich und bewertete die Kandidaten nach Kreativität, Ausstrahlung und auch einem Hauch von Erotik. Letztendlich waren alle Sieger, denn jeder der teilnehmenden Herren ziert in Zukunft den Kalender, der sicherlich viele neugierige Damen zu einem Besuch in der „Stoawäjer Stubb“ verleiten wird. „Wir hoffen, dass sich auch nächstes Jahr wieder so viele für die Kerb begeistern“, meinte Kern schon mit Blick auf 2011.

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