Festival in Dieburg

Traffic Jam stößt immer mehr auf Akzeptanz

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Weil die meist jungen Besucher den Schatten suchten, habe sich die Zahl der Hitzeopfer auf dem „Traffic Jam“ in Grenzen gehalten, berichteten die Johanniter.

Dieburg - Die Befürchtungen hielten sich nicht lange: „Der Schauer in der Nacht von Samstag auf Sonntag hat uns zunächst einen Schrecken eingejagt“, sagt „Schallkultur“-Pressesprecher Christian Götzinger in diesen Tagen, da das „Traffic Jam“-Festival des Dieburger Vereins nun zwei Wochen zurückliegt.

Veranstalter und Besucher fühlten sich an das Unwetter des Vorjahres erinnert, als die beiden Campingplätze evakuiert werden mussten - doch nur kurz: Nach einer halben Stunde war der ärgste Regenschutt schon wieder vorbei - und aus der Dieburger Rettungsleitstelle kam Entwarnung: „Mit ihr standen wir im Kontakt, sie konnte uns dank Regenradars genau vorhersagen, dass es diesmal nicht schlimm werden würde“, so Götzinger. Entsprechend fand die 14. Auflage des Festivals zwar ein feuchtes Ende zweier extrem heißer Tage, aber ein unproblematisches.

Auch deshalb zeigten sich die Festivalmacher mit dem Verlauf zufrieden. Zwar kamen diesmal etwas weniger Camper, die sich in der Regel die Dauerkarte für beide Tage und damit zwei Dutzend Bands leisten. „Wir hatten aber ein kleines bisschen mehr Tagesbesucher als im Vorjahr“, sagt der Pressesprecher. Addiert man den Besuch beider Tage, sahen auch diesmal wieder mehr als 4 000 Zuschauer die Auftritte der Rock-, Punkt- und Metalbands. Bis zu 5 000 sind es schon gewesen, doch auch diesmal war es wieder ein Großereignis auf dem Verkehrsübungsplatz der Fahrschule Völker. Schließlich startete das Festival vor anderthalb Jahrzehnten mit 300 Leuten.

Weil sich die meist jungen Gäste mit der Hitze arrangierten, die Johanniter präventiv agierten - vor der Bühne und auf den Campingplätzen nach dem Rechten schauten - und Abreise wie Abbau diesmal planmäßig vonstatten gingen, kommt Götzinger zum Fazit: „Dieses Jahr war es weniger anstrengend als im letzten.“

Vor allem aber lobt und dankt er der Stadt Dieburg, was einerseits die zuständigen, in die Festivalorganisation eingebundenen Mitarbeiter der Ämter meinte, andererseits auch die Gesamtbevölkerung. „Man merkt inzwischen, dass sich das Festival etabliert hat. Wir stoßen fast nur noch auf Akzeptanz und Toleranz.“ Lärm, Müll und volle Parkplätze im Industriegebiet-Nord bringt das Festival weiterhin naturgemäß mit sich. Die Dieburger tragen es scheint’s aber immer entspannter. Einen Tag vor dem diesjährigen „Traffic Jam“ hatte der Veranstalterverein zudem die Hand dergestalt ausgestreckt, dass sich interessierte Bürger bei einem Rundgang über das Gelände näher über das zweitägige Musikereignis informieren konnten.

Seitens der Besucher habe man über diverse Kommunikationskanäle „fast nur positives Feedback“ erhalten, ergänzt Götzinger. „Es ist ja auch alles gut gelaufen.“ Tatsächlich attestierten einige den Machern zum Beispiel bei Facebook, in den Suicidal Tendencies die beste Band gebucht zu haben, die das Festival je gesehen habe. Auch der neue Campingplatz II auf einer Wiese einige hundert Meter nördlich des Verkehrsübungsplatzes kam an. Als Anregung wurde die frühere Öffnung der beiden Campingplätze angeregt, weil sich am Freitagvormittag Schlangen gebildet hätten und es zu längeren Wartezeiten gekommen sei. Vorgeschlagen wurde eine Öffnung der Plätze bereits am Donnerstag.

Ob das „Traffic Jam“ auch 2014 wieder am letzten Freitag und Samstag im Juli stattfindet - es wäre die 15. Auflage und damit ein kleines Jubiläum - entscheide „Schallkultur“ im Herbst, so Christian Götzinger.

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