Ehrenhofmarschall Robert Thomas verstorben

Trauer um Urgestein der Dieburger Fastnacht

Robert Thomas: So kannten ihn die Fastnachter. Foto: Archiv

Dieburg (eha) - Der Karnevalverein Dieburg trauert um Robert Thomas. Er ist am vergangenen Sonntag im Alter von 78 Jahren nach schwerer Krankheit verstorben.

Robert Thomas, der im Jahre 1951in den KVD eingetreten ist, war von 1953 bis 1999 ununterbrochen in verschiedenen Positionen im Vorstand des Vereins tätig, unter anderem auch als Pressewart. Im Jahre 1959 regierte er als Prinz Robert vom Minnefeld, Duke of Colobri über das närrische Volk.

Im Amte des Hofmarschalls Mac Rotho begleitete er im Jahre 1974 und dann von 1986 bis 1992 Prinzenpaare durch die närrische Zeit. Vom 11.11.1951 bis 1992 stand er auf der närrischen Bühne, zuletzt nahezu 20 Jahre bei den legendären Schnullern, wobei er seine Bühnen-Glanzzeiten erlebte.

Thomas war einer der Stars der Dieburger Fastnacht. Seinen ersten Vortrag hielt er bei der Saisoneröffnung 1951 unter dem Titel „Ei, ei, ei unn noch e Ei“. Legendär auch sein „Ober Alois“ in den Siebziger Jahren. Einmalig waren sein musikalisches und sein Entertainer-Talent. Von 1952 an komponierte er 37 Dieburger Fastnachtsschlager, wovon er bei sieben auch den Text dazu schrieb. Sein Lieblingslied war „...dass mer ner kaaner des Äla vergisst“.

Im Jahre 1985 bekam er den Ehrenbajazz des Vereins und 1993 den Verdienst-Orden des „Bundes Deutscher Karneval“ in Silber. Nach dem Ende seiner aktiven Vereinstätigkeit wurde er 1992 zum Ehrenhofmarschall ernannt. Lange Jahre spielte er auch bei der damaligen Tanzkapelle, den „Congo Colibris“. Zudem war er auch Mitglied der Ehrengarde der Dieburger Prinzengarde.

„Mit großer Dankbarkeit und Bewunderung gedenkt der Karnevalverein Dieburg seinem Jahrzehnte langen engagierten Einsatz zum Wohle der Dieburger Fastnacht“, so KVD-Präsident Friedel Enders. Der KVD verliert mit Robert Thomas eine Ausnahme-Persönlichkeit der Dieburger Fastnacht und trauert zutiefst mit den Angehörigen. „Dass mer ner kaaner den Robert vergisst“, wünscht sich Friedel Enders in seinem Nachruf.

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