Trick mit Schockanruf: Betrüger gehen leer aus

Dieburg (eha) - Gleich zweimal wollten Betrüger am Samstagabend an das Geld von arglosen Bürgern: Sogenannte „russische Schockanrufer“ versuchten potenziellen Opfern einzureden, dass sich ein Angehöriger in einer Notlage befinde und dringend Geld bräuchte.

Gegen 18 Uhr klingelte bei einer russisch sprechenden Frau in der Straße „Auf dem Frongrund“ das Telefon. Der ebenfalls russisch sprechende Mann gab sich ihr gegenüber als Anwalt aus. Angeblich wäre die Mutter der Frau in einen Unfall verwickelt, bei dem ein kleines Kind schwer verletzt wurde. Man solle sofort 20.000 Euro zahlen. Das Geld würde abgeholt werden, es sei sehr dringend, mahnte der Anrufer.

Richtigerweise wandte sich die Frau sofort an die Polizei. Hier sind solche Anrufe nichts Neues. Die Frau erhielt von den Beamten Verhaltenshinweise. Zudem wurde abgeklärt, ob es im Aufenthaltsbereich der Mutter tatsächlich zu einem solchen Unfall kam. Klar: den gab es natürlich gar nicht. Ein Anruf bei der Mutter bestätigte zudem den Verdacht, dass Betrüger am Telefon waren. Der Mutter war nichts passiert, ihr ging es gut.

Selbst Kontakt mit Angehörigen aufnehmen

Nur gut zwei Stunden später erhielt eine Frau im Kastanienweg einen ähnlichen Anruf. Diesmal war die Tochter angeblich in einen Unfall verwickelt und man bräuchte sofort ebenfalls wieder die besagten 20 000 Euro. Nachdem die Mutter sagte, dass sie kein Geld habe, legte der Anrufer auf. Auch in diesem Fall wurde nur russisch gesprochen. Der Tochter ging es natürlich gut, einen Unfall hat es nie gegeben.

In beiden Fällen haben die Angerufenen richtig reagiert und sofort die Polizei verständigt. Deshalb rät die Polizei noch einmal eindringlich: „Wer einen ähnlichen Anruf erhält. soll misstrauisch bleiben.“ Meistens würden die Betrüger die Opfer mit einem beunruhigenden Sachverhalt - wie etwa dem Unfall eines Angehörigen - konfrontieren und danach Geld fordern. „Hinterfragen Sie die Richtigkeit der Angaben und nehmen Sie umgehend selbst Kontakt mit Ihren Angehörigen auf“, so die Kriminalpolizei. Im Zweifelsfall sollte man sich immer an die Polizei wenden.

Wie man sich vor solchen Betrügern schützen kann, erfahren Interessierte bei der Polizeilichen Beratungsstelle unter  06151/ 969-4030.

Rubriklistenbild: © Tommy S./pixelio.de

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