Mitarbeiter übergangsweise in Umstadt

Umbau beginnt: Kreishaus muss ausweichen

Einen großzügigen Eingangsbereich soll das Kreishaus nach der Sanierung erhalten. Repro: Bernauer

DARMSTADT-DIEBURG - Es wird ernst mit der Sanierung des Kreishauses in Dieburg. Das Architektenbüro Bolwin Wulf hatte den Wettbewerb gewonnen und nun auch für die Sanierung des in die Jahre gekommenen Kreishauses den Zuschlag erhalten. Von Ulrike Bernauer

Während der Bauausschusssitzung am Montag im Kreishaus in Kranichstein erklärte Landrat Klaus Peter Schellhaas, wie es weitergehen soll.

Saniert werden zwei Gebäude, der denkmalgeschützte Teil aus dem Jahr 1908 und der Verwaltungsriegel, der in den Sechziger Jahren erbaut wurde, sowie der Verbindungsteil zwischen beiden Gebäuden. Angedacht ist eine Sanierungszeit von knapp zwei Jahren, zwölf Millionen Euro soll die Maßnahme insgesamt kosten. „Wir hoffen allerdings, unter diesem Kostenrahmen zu bleiben“, so der Landrat. Laut Schellhaas besteht dringender Handlungsbedarf, energetisch müsse das Gebäude auf Vordermann gebracht werden, aber auch die Büroorganisation sei veraltetet.

Gleichzeitig könne man auf die Liegenschaft in Dieburg auf keinen Fall verzichten, diese Fläche werde für die Verwaltung benötigt. Außerdem wäre es politisch unklug, den Standort in Dieburg zu schließen.

Geklärt ist nun offenbar auch die Frage, wo die Büros und die Mitarbeiter ab Jahresende während der Sanierungsphase untergebracht werden - schließlich sollen beide Gebäude vollständig entkernt werden.

In Groß-Umstadt wurden hierfür Räumlichkeiten gefunden. Die Ämter mit viel Publikumsverkehr, also das Sozial- und Ausgleichsamt sowie die Ausländerbehörde werden in einem Bürogebäude der Firma Resopal ihre Arbeit aufnehmen.

Die Hauptabteilung III Sicherheit und Ordnung, die Volkshochschule, die Verkehrsbehörde, die Abteilung für Zuwanderer und Flüchtlinge sowie die Ausländerbehörde, die sich um Justizvollzugsangelegenheiten kümmert, werden ihre Räume neben der Kreisklinik im ehemaligen Pflegeheim finden. Allerdings fehle für die Räumlichkeiten bei der Resopal noch die Unterschrift unter dem Mietvertrag. Landrat Schellhaas zeigte sich zuversichtlich, dass dies nur noch eine Formsache sei.

Es gebe Überlegungen, im denkmalgeschützten Teil des Kreishauses in Dieburg auch noch das Dachgeschoss auszubauen, allerdings wohl kaum für Büroräume, sondern nur als Lagerfläche, da die Fluchtwegsituation bereits jetzt schwierig sei.

Von den Umbauarbeiten ist das Technologie- und Innovationszentrum (TIZ) nicht betroffen. Im Gegenteil, es wird einige wenige Mitarbeiter der Kreisverwaltung aufnehmen. Für die Kommunalaufsicht und einzelne Bedienstete aus den Abteilungen I bis III werden zusätzlich noch Container aufgestellt.

Der Bezug des sanierten Kreishauses ist für Oktober 2014 geplant.

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