Umbau angelaufen

Bagger am Kreishaus

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Der Schlossturm umgeben von Kränen und Baggern: Eine Baustellenampel regelt den Verkehr am Landratsamt.

Dieburg - Ein Baukran streckt sich hinterm Schlossturm in den Sommerhimmel, vorm Eingang türmen sich Bauschutt und Erdhaufen, die ein Bagger abgräbt: Zwei Jahre sollen die Arbeiten für Umbau und Sanierung des Kreissitzes in Dieburg dauern. Von Lisa Hager

Die 14 Millionen Euro Baukosten fließen zum großen Teil in technische Neuerungen. Auch wenn riesige Baumaschinen derzeit den Eingangsbereich des Landratsamtes beherrschen: Die Hauptarbeiten laufen momentan im Innern des Gebäudes, gehen quasi „unsichtbar“ über die Bühne, wie Jutta Janzen von der Kreispressestelle auf Anfrage mitteilt. Trennwände, Einbauschränke und die alte Wasser- und Heizungsinstallationen müssen abgerissen werden. „angelaufen sind die Abbrucharbeiten und Schadstoffsanierung“, so Janzen. Sie werden ihren „optischen Höhepunkt“ im Abriss des Verbindungsbaus vom Schloss zum Mittelbau (Bauteil B) finden. Die Fassade des Mittelbaus (Bauteil C) wird komplett entfernt und durch eine neue ersetzt. Zu den Plänen für das Projekt gehört auch der Bau eines komplett neuen Querriegels mit neu gestaltetem Haupteingang samt großzügiger Freitreppe. Dazu muss auch die Rampenauffahrt im Innenhof entfernt werden.

Dann folgen Sanierungen im historischen Teil des Gebäudes, das aus dem Jahr 1908 stammt. Und auch das 1960 erbaute sechsgeschossige Verwaltungsgebäude an der Westseite wird entkernt und einer grundlegenden Sanierung unterzogen.

Landrat Klaus Peter Schellhaas hatte die immensen Investitionen für die Komplettsanierung des Kreissitzes im Vorfeld als nachhaltiges Ja zum Standort Dieburg bezeichnet – und als Signal für eine Bestandsgarantie für das Verbleiben eines Teils der Kreismitarbeiter in Dieburg. Bevor die Arbeiten anlaufen konnten, mussten etliche hier in Dieburg untergebrachten Ämter nach Groß-Umstadt in Firmengebäude und das ehemalige Altenheim sowie in die Kreisverwaltung nach Kranichstein umgesiedelt werden.

In die mit rund 16 Millionen Euro veranschlagten Gesamtkosten sind die Aufwendungen für die Auslagerung des Verwaltungsbetriebes einbezogen. Rund 14 Millionen Euro fallen allein für die eigentlichen Bauarbeiten an. Ein Großteil davon wiederum fließt in notwendige technische Neuerungen.

Mit den Arbeiten – Baustelleneinrichtung und erste Abrissarbeiten – liegt man zum gegenwärtigen Zeitpunkt gut im Plan. „Zum weiteren Zeitplan können wir gegenwärtig noch keine Angaben machen, weil dafür noch maßgebliche Vergabeverfahren – für Fassade, Rohbau, Innenausbau – laufen“, so Janzen. Von deren Ergebnissen hänge der Beginn der Arbeiten und die Taktung der Gewerke ab.

2015 jedenfalls sollen die „Dieburger Abteilungen“ des Landratsamtes hier wieder ihre Arbeit aufnehmen. Die Kfz-Zulassungsstelle ist schon seit Frühjahr beim TÜV in der Frankfurter Straße ansässig und wird auch dort bleiben.

Während der Arbeiten am Landratsamt regelt eine Baustellenampel den Verkehr in der Albinistraße und in der Zufahrt zum Amtsgericht („An der Erlesmühle“). Die Autos werden einspurig um die Großbaustelle herumgeführt. Trotzdem kann es durch das An- und Abfahren großer Baumaschinen und Lkw zu Behinderungen kommen.

Quelle: op-online.de

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