Unter strahlendem Himmel

+
Die Fronleichnamsprozession auf dem Weg durch die Alte Mainzer Landstraße zur nächsten Station bei Bauer Stix.

Dieburg (ves/jd) ‐  Bei strahlendem Sonnenschein hatten sich zahlreiche Gläubige versammelt, um der Fronleichnamsprozession durch Dieburg zu folgen. Begonnen hatte der Festtag mit einem Gottesdienst in der Kirche St. Wolfgang.

Anschließend begab sich die Prozession mit Lobgesängen und musikalischer Begleitung des Kirchenchors St. Peter und Paul durch die mit Blumen und Fahnen geschmückten Straßen Richtung Altenzentrum St. Rochus. An dieser sowie der folgenden Station bei Bauer Stix in der Alten Mainzer Landstraße versammelte man sich zu einer kurzen Andacht. Danach ging es weiter durch den Steinweg zur Pfarrkirche St. Peter und Paul, wo der Abschluss gefeiert wurde.

Seit dem 31. Mai trennt die Pfarreien St. Wolfgang und St. Peter und Paul nichts mehr: Seit diesem Tag sind sie eins, fusioniert. Mit der endgültigen Zusammenführung von Verwaltung und Vermögen ist der letzte Schritt vollzogen hin zur Pfarrgemeinde, wie es sie auch bis vor 40 Jahren gab: zur Pfarrei St. Peter und Paul. „Diese ist mehr als 1 000 Jahre alt, St. Wolfgang bestand lediglich 40 Jahre“, sagte Klaus Schulte am Rande des Pfarrfests und begründet damit die Namenswahl. Schulte ist Mitglied des Verwaltungsrats, war ehemals dessen Obmann. Wie Hunderte anderer wohnte er dem Fusionsakt vor der Kirche bei, den die Katholiken zusammen mit Generalvikar Prälat Dietmar Giebelmann begingen. Mit Übergabe des Fusionsdekrets wurde die Verschmelzung auch symbolisch gefeiert.

Pfarrangebot verringert sich nicht

Wir wollen, dass unsere Kinder auch in 20 oder in 30 Jahren noch katholische Kirche in Dieburg erleben“, nannte Giebelmann als Ziel. Dazu könne die Fusion beitragen. Diese sei sinnvoll, „weil wir mit offenen Augen in die Zukunft blicken“, formulierte es Pfarrer Alexander Vogl. Aufgrund dreier Kirchen und weiterer hiesigen Immobilien müsse man in den kommenden Jahren „eine große Last“ tragen, so Vogl. Giebelmann nannte konkrete Aufgaben, die es zu bewältigen gelte: Das beschränke sich nicht nur auf Seniorenheim und Krankenhaus, rief er in Erinnerung. „Auch die Gefängnisseelsorge und der Religionsunterricht in der Schule bleiben wichtig“, so der Generalvikar.

Hände am Fusionsdekret (v. l.): Doris Diefenbach (Vorsitzende Pfarrgemeinderatsvorsitzende), Pfarrer Alexander Vogl, Generalvikar Prälat Dietmar Giebelmann, Markus Euler und Klaus Schulte (beide vom Verwaltungsrat).

Klaus Schulte räumte derweil Befürchtungen aus, das Angebot der Pfarrei würde sich durch die Fusion verringern: „Alle Gruppen können wie bisher weitermachen. Zudem gibt es durch die Fusion konkrete Verbesserungen wie etwa die bereits gültigen längeren Öffnungszeiten des Pfarrbüros.“ Auch die Interessen der Spender blieben wie bisher gewahrt: „Gestiftetes Geld wird weiter nur dort eingesetzt, wo es der Spender möchte“, bekräftigte Schulte das, was auch Giebelmann betont hatte. Im Rahmenprogramm des Pfarrfests, das nach dem Festakt begangen wurde, sorgten der Musikverein St. Peter und Paul sowie der Chor für die Untermalung.

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare