Umbau der Dieburger Zuckerstraße

„Baustellen-Olympiade“ und andere Aktionen

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Viel Betrieb herrscht in der Dieburger Zuckerstraße. Am Mittwoch diskutierten Unternehmer aus der Innenstadt, wie die Bauarbeiten 2014 als Chance genutzt und die Fußgänger-Zone auch in dieser Phase als Magnet erhalten werden könnten.

Dieburg - Wer in diesen Tagen durch Dieburgs Innenstadt geht, erlebt einen Kundenzuspruch, wie ihn nur sehr wenige vergleichbare Städte in Südhessen verzeichnen - Vorweihnachtszeit hin oder her. Von Jens Dörr 

Um Zuckerstraße und Co. als Magnet zu erhalten und womöglich noch ein wenig attraktiver zu gestalten, haben besonders die im starken Dieburger Gewerbeverein organisierten Unternehmen den Umbau 2014 (Kanalsanierung, Erneuerung von Versorgungsleitungen, neuer Bodenbelag, wie mehrfach berichtet) frühzeitig auch als Chance begriffen. Am Mittwochabend schritten ihre Planungen für die Bauphase von März bis Oktober 2014 bei einem Treffen im „M22“ wieder ein Stück voran.

Zwei Gäste begrüßten die 15 Gewerbetreibenden in ihrer Runde: Sigrid Schaap und Michael Dingeldey. Dingeldey, Tiefbau-Fachmann der Dieburger Stadtverwaltung, beantwortete zunächst Nachfragen zu den Bauabschnitten in der Zuckerstraße, aber auch der ebenfalls betroffenen südlichen Steinstraße (Bereich von der Einmündung zum Marktplatz bis zum Fastnachtsbrunnen). „Für uns ist das Wichtigste die Zeit“, machte etwa Alois Ostner (Kaufhaus Enders) für die Gewerbetreibenden deutlich, die möglichst schnell ihre Kunden in einer runderneuerten Fußgängerzone begrüßen wollen.

Obgleich die Geschäfte während der gesamten Bauphase geöffnet und die Zugänge zu den Läden gewährleistet blieben, wie mehrfach von verschiedener Seite betont wurde.

Ostner äußerte in diesem Zusammenhang die „Hoffnung, dass es schneller geht als in sieben Monaten. „Ihr müsst schon ein bisschen Gas geben“, so sein Appell in Richtung Stadt, die die Arbeiten beauftragt. Es werde „auch Samstags- und Kolonnenarbeit“ geben, versprach Dingeldey, ohne zuzusichern, dass alle Arbeiten schon früher als Ende Oktober beendet sein könnten.

Vor allem hatten sich die Gewerbetreibenden derweil zusammengesetzt, um über ein Aktionskonzept zur Bauphase nachzudenken und mittels pfiffiger Ideen und Veranstaltungen auch dann viele Kunden in die Innenstadt zu locken.

Hier hatte sich der ein oder andere von Schaap, Inhaberin eines Kulturbüros aus Rödermark, bereits einen näheren Plan erhofft. Diesen hatte Schaap allerdings noch nicht in  petto, wollte erste Annäherungen  an ein Konzept zunächst  gemeinsam mit den Unternehmern erarbeiten.

Die Sammlung von Ideen wie „Baustellen-Olympiade“ und verkaufsoffenen Abenden, deren Verfeinerung, Planung und Umsetzung - stets zusammen mit den Geschäften der Innenstadt - könnte im neuen Jahr frische Aufgabe für die zweifelsfrei erfahrene Kultur- und Veranstaltungsmanagerin werden.

Ob Schaap ins Boot geholt wird, entscheiden die Unternehmen bis zum 8. Januar. Geklärt werden soll dabei auch, inwiefern eine Bereitschaft zur Beteiligung an den Kosten für die Arbeit des Kulturbüros und die Aktionen an sich besteht.

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